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Bei dichtem Nebel war die Tricolor am 14. Dezember im Ärmelkanal mit einem Containerschiff kollidiert. Mit fast 3000 Luxusautos an Bord sank der in Norwegen registrierte Frachter und gefährdete durch das auslaufende Öl die nahe gelegenen Küsten Frankreichs, der Niederlande und vor allem Belgiens. Das belgische Naturschutzgebiet Het Zwin konnte nicht vor dem bei Abpumparbeiten entweichenden Öl gesichert werden: Über 2500 ölverschmierte Seevögel sammelten Helfer entlang der belgischen Küste auf.

Doch Gefahren gingen von der Tricolor auch für andere Schiffe aus: Noch zwei weitere Frachter, die Nicola und die mit 70.000 Tonnen leicht entflammbaren Kerosin beladene Vicky rammten das gesunkene und von den Behörden schlecht gesicherte Wrack. Um diese Gefahrenquelle endlich zu beseitigen, wird die Bergungsmannschaft während der kommenden zwei Monate Tag und Nacht arbeiten, sofern die Wetterbedingungen es zulassen.

Das Team hat bereits vor zwei Jahren das in der Barentssee gesunkene russische Atom-U-Boot Kursk gehoben. Die dabei entwickelte Technik wird auch bei der Tricolor angewandt: In insgesamt neun Teile soll das Schiff zersägt, auf ein Ponton gehoben und nach Seebrügge abtransportiert werden, wo die Teile verschrottet werden. Die Bergungsarbeiten werden fast 40 Millionen Euro kosten.

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