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Die britische Umweltschutzbehörde hat Pläne verworfen, nach denen die so genannte Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Sellafield das Freisetzen von radioaktiven Gasen in die Umwelt verringern sollte. Von der Behörde beauftragte Berater hatten vorgeschlagen, dass beim Prozess der Wiederaufarbeitung entweichende strahlende Krypton 85 einzufrieren. Dabei würde auch das dringend von der Industrie benötigte Xenon-Gas anfallen. Rund 15 Millionen Euro pro Jahr könnten durch dessen Verkauf erwirtschaftet werden.

In einer Studie, die von der britischen Umweltbehörde in Auftrag gegeben worden war, erklären die Autoren, dass ein gezieltes Herausfiltern von Krypton 85 durch Einfrieren technisch möglich sei. Als Eisblock könne man es über 100 Jahre abklingen lassen, bis die Radioaktivitätsmenge auf weniger als ein Tausendstel gesunken sei. In den USA wurde eine ähnliche Technik bereits erfolgreich angewandt.

Doch die Umweltbehörde folgte der Ansicht des Sellafield-Betreibers BNFL, der die Einfriertechnik für unwirtschaftlich und mit geschätzten rund 530 Millionen Euro für zu teuer hält. Greepeace bezeichnet die Entscheidung der Behörde als rückgratlos und drängt den britischen Gesundheits- und den Umweltminister einzugreifen.

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