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Projektion auf das AKW Bibilis gegen den Weiterbetrieb, September 2006
Martin Storz / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wie die Frankfurter Rundschau (FR) am Dienstag berichtete, war im Erkundungssalzstock Gorleben nach dem Unfall erst einmal "Schicht im Schacht". Zwei Seilfahrtanlagen waren durch den störfallbedingten Spannungsabfall im Umspannwerk Lüchow beschädigt worden. Die Technik stand für ganze drei Tage still. Glück im Unglück: Im benachbarten Zwischenlager Gorleben, wo schon radioaktiver Müll lagert, blieb der Strom an.

Das AKW Krümmel musste Anfang Juli abgeschaltet werden. Es hatte in Verbindung mit dem Ausfall eines Transformators "Probleme bei der Steuerung der Speisewasserpumpen" gegeben. Mittlerweile werden mehr und mehr Details bekannt, die den Betreiber Vattenfall in schlechtem Licht erscheinen lassen.

Biblis B bleibt erstmal aus

Einen solchen Skandal möchte sich RWE scheinbar ersparen. Der hessische Atommeiler Biblis B sollte ursprünglich am Wochendende wiederanfahren. Jetzt aber lässt RWE erst noch einmal Sumpfsiebe nachrüsten. Die sind wichtig für den Kühlkreislauf. Sind sie verstopft, ist die Kühlung bedroht - was im schlimmsten Fall zu einer Kernschmelze führen kann

Eigentlich wollte RWE die Sumpfsiebe erst im nächsten Jahr nachrüsten. Doch die Atomaufsicht hat nach dem Zwischenfall in Krümmel Druck gemacht. RWE verschob das Wiederanfahren von Biblis B - wohl auch gewarnt durch den herben Imageverlust des Krümmel-Betreibers und Konkurrenten Vattenfall. Nun wird sich in Hessen zunächst einmal um die essentiellen Sicherheitsvorkehrungen gekümmert.

Möglicherweise trägt diese Maßnahme dazu bei, dass die Pannenbilanz deutscher Atomanlagen nicht stetig weiter steigt. Von 1965 bis September 2008 gab es rund 5700 meldepflichtige Ereignisse, wie Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken genannt werden.

Gemeinsam gegen Atom

Neue Probleme, bekannte Thematik. Atomstrom ist und bleibt ein großes und vor allem gefährliches Problem. Die einzige Möglichkeit die Gefahr einzudämmen, ist ein endgültiges Ende dieses Wahnsinns - der Atomausstieg.

Doch während die Betreiber sich winden und an ihren Meilern basteln, müssen wir nicht tatenlos zusehen. Jeder kann aktiv werden. Zum Beispiel können Sie zu einem Ökostromanbieter wechseln und die atomfavorisierenden Energieriesen nicht weiter unterstützen.

Oder Sie halten sich schon einmal den 5. September frei. An diesem Tag haben Umweltinitiativen, Anti-Atom-Gruppen und zahlreiche Umweltverbände in Berlin eine Anti-Atom-Demonstration geplant. Seien Sie dabei, gemeinsam sind wir stark: Für den Atomausstieg, für die Umwelt und für unsere Sicherheit.

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