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Greenpeace-Aktivisten protestieren in Schlauchbooten gegen die Fracht des Transportschiffs Happy Ranger , November 2009
Christian Åslund / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Weiterbau des EPR in Finnland ist unverantwortlich, sagt Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace. Es wird Zeit, dass die Regierungen in Europa begreifen, dass Atomkraft beim Kampf gegen den Klimawandel keine Lösung ist. Wer ernsthaft Klimaschutz betreiben will, muss in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz investieren. Das Festhalten an der teuren und gefährlichen Atomkraft ist eine massive Vergeudung von Zeit und Geld, die wir uns nicht mehr leisten können. Sie bedroht heute und in Zukunft Menschenleben.

Mehr als 2.300 bisher nachgewiesene Fehler und Sicherheitsmängel beim Bau des EPR-Prototypen in Finnland haben die Fertigstellung des Kraftwerkes massiv verzögert. Die Inbetriebnahme des Reaktors, der ein Gemeinschaftsprojekt der französischen Areva und Siemens ist, war vier Jahre nach Baubeginn im Mai 2009 geplant. Areva rechnet nun mit der Inbetriebnahme nicht vor 2012. Die Kosten für den mit 1.600 MW weltweit leistungsstärksten Reaktor mit dem größten nuklearen Inventar sind in der Zwischenzeit von rund 3 auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen.

Sicherheitsrelevante Probleme beim Bau des finnischen EPR waren unter anderem mangelhaft durchgeführte Schweißarbeiten am Containment und die Verwendung des falschen Betons. Zuletzt kritisierten die Aufsichtsbehörden von Finnland, Frankreich und Großbritannien auch das Reaktordesign des EPR und forderten eine grundlegende Überarbeitung der Sicherheitstechnik. Die Bilanz des finnischen Atomexperimentes in Olkiluoto 3 ist mehr als desaströs, sagt Böhling. Die Sicherheitsmängel sind ungeheuerlich. Der atomare Wahnsinn mit dem EPR als Flaggschiff einer neuen Reaktorgeneration in Europa ist auf der ganzen Linie gescheitert und muss jetzt endlich gestoppt werden.

Die vier Dampferzeuger an Bord der Happy Ranger sind eine Hauptkomponente für den Reaktorneubau Olkiluoto 3. Jedes dieser Bauteile ist rund 24 Meter lang und 500 Tonnen schwer. Die Dampferzeuger wurden im französischen Areva-Werk in Chalon/Saint Marcel gefertigt und über Marseille verschifft. Die Dampferzeuger werden im Reaktorbetrieb vom nuklearen Primärkühlkreis erhitzt und erzeugen den Dampf zum Antrieb der Kraftwerksturbine.

 

  • Greenpeace-Schlauchboote begeleitet das Transportschiff Happy Ranger, November 2009

    Protest gegen AKW-Neubau

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  • Greenpeace-Aktivist erklettert das Transportschiff Happy Ranger, November 2009

    Aktivisten erklettern die Happy Ranger

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  • Aktivisten erklettern die Happy Ranger und hängen Banner auf

    Protest gegen den Atomtransport

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  • Aktivisten mit Banner auf dem Transpotschiff Happy Ranger, November 2009

    Banner an der Happy Ranger

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  • Aktivisten protestieren mit Schlauchbooten gegen Transport von Atomtechnoloigie, November 2009

    Aktivisten protestieren gegen Atomtransport

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  • Protestaktion gegen die Happy Ranger

    An Bord der Happy Ranger

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  • Protestaktion gegen die Happy Ranger

    Protestaktion gegen die Happy Ranger

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