Skip to main content
Jetzt spenden
nuclear power plant Biblis
© Martin Storz/GRAFFITI

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Den Vorstoß Roels kommentiert der Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer: Was interessiert den RWE-Vorstandsvorsitzenden Harry Roels das Geschwätz seines Vorgängers Dr. Dietmar Kuhnt, der mit der damaligen Bundesregierung den Atomausstieg vereinbart hatte. Neues Spiel, neues Glück auf Kosten der Bevölkerung.

Möglich machen soll die Laufzeitverlängerung die Übertragung von Restlaufzeiten anderer Atomkraftwerke auf Biblis A und B. Für Biblis A kämen so die Übertragungen von Reststrommengen der Atomkraftwerke Gundremmingen oder Lingen in Betracht. Derzeit prüft das Unternehmen noch die Antragsvoraussetzungen.

Der Antrag auf Laufzeitverlängerung folgt der europaweiten Diskussion um eine stabile Energieversorgung auf dem Fuße. RWE möchte nun die Gunst der Stunde nutzen, um, so Roelfs, ohne jegliche Scheuklappen über die atomare Energieversorgung nachzudenken. Vergessen scheinen die mannigfachen Gefahren, die AKWs in sich bergen, speziell in den Fällen Biblis A und B.

Biblis A und B gehören zu den störanfälligsten Atomkraftwerken in Deutschland, sagt Breuer. Im Hinblick auf den Atomausstieg mussten in Biblis keine eigens verbunkerten Notfallsysteme gebaut werden. Ein ansonsten üblicher und im Falle eines Unfalls lebensnotwendiger Standard. Zudem produziert Biblis Jahr für Jahr etwa 50 Tonnen Atommüll, für dessen Entsorgung es nach wie vor keine Lösung gibt.

Mehr zum Thema

Projektion am AKW Grohnde: Für ein atomstromfreies Europa

Anti-Atomkraft-Appell an die Bundesregierung

  • 07.01.2022

Die EU will Energie aus Gas und Atomkraft als nachhaltig einstufen. Greenpeace und weitere Verbände fordern in einem gemeinsamen Appell von der Bundesregierung, dieses Vorhaben zu verhindern.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Falsches Grün

  • 07.01.2022

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Umweltschützende protestieren gegen den Plan, Risikotechnologien als nachhaltig zu verkaufen.

mehr erfahren
Expert:innen in Tschernobyl

Gefährliches Gestern

  • 25.04.2021

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima

Gefährliche Mythen

  • 13.04.2021

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, Millionen Liter radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
Luftbild vom Atomkraftwerk Fukushima

Der ewige Denkzettel

  • 11.03.2021

Die Katastrophe ist nicht vorbei: Auch zehn Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima leiden japanische Bürger:innen unter den Folgen – während die Regierung Normalität vorgaukelt.

mehr erfahren
AKW Gundremmingen

Nichts gelernt

  • 03.03.2021

Hat die Nuklearkatastrophe von Fukushima zu mehr Sicherheit in europäischen Atomkraftwerken geführt? Offenbar nicht: Ein aktueller Greenpeace-Bericht belegt die Versäumnisse.

mehr erfahren