Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Einem Bericht der Zeitung The Guardian vom Dienstag zufolge ist Umweltministerin Margaret Beckett und Gesundheitsminister Alan Milburn in diesem Jahr eine vertrauliche Mitteilung von der Umweltbehörde zugegangen. Demnach sollen tragende Teile des alten Lagers morsch oder verrostet sein. Zudem funktioniere das in Sellafield eingesetzte Verfahren zur Sicherung des gelagerten Tc-99 nicht ausreichend. Eine Einleitung des Lagerbestands in die Irische See bis 2007 sei die einzige - auch von der Umweltbehörde unterstützte - Lösung des Problems.

Greenpeace-Experte Pete Roche kommentierte den Fall mit den Worten: Margaret Beckett sollte die Streithähne zur Vernunft bringen. Alle beteiligten Institutionen scheinen gegen den erklärten Wunsch der Ministerin nach einem frühen Ende der Einleitungen zu arbeiten. Großbritannien darf die Irische See nicht länger als Abkürzung und billige Lösung selbst gemachter Probleme betrachten.

BNFL sieht das anders: Das betreffende Gebäude sei rund 50 Jahre alt und könne nun einmal nicht die Auflagen moderner Anlagen erfüllen. Ein Sicherheitsproblem bestehe derzeit nicht. Es komme darauf an, innerhalb der nächsten Jahre den Inhalt zu beseitigen. Ein Einleitungsverbot sei kontraproduktiv. (sit)

Mehr zum Thema

Projektion am AKW Grohnde: Für ein atomstromfreies Europa

Anti-Atomkraft-Appell an die Bundesregierung

  • 21.01.2022

Die EU will Energie aus Gas und Atomkraft als nachhaltig einstufen. Greenpeace und weitere Verbände fordern in einem gemeinsamen Appell von der Bundesregierung, dieses Vorhaben zu verhindern.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Falsches Grün

  • 07.01.2022

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Umweltschützende protestieren gegen den Plan, Risikotechnologien als nachhaltig zu verkaufen.

mehr erfahren
Expert:innen in Tschernobyl

Gefährliches Gestern

  • 25.04.2021

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima

Gefährliche Mythen

  • 13.04.2021

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, Millionen Liter radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
Luftbild vom Atomkraftwerk Fukushima

Der ewige Denkzettel

  • 11.03.2021

Die Katastrophe ist nicht vorbei: Auch zehn Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima leiden japanische Bürger:innen unter den Folgen – während die Regierung Normalität vorgaukelt.

mehr erfahren
AKW Gundremmingen

Nichts gelernt

  • 03.03.2021

Hat die Nuklearkatastrophe von Fukushima zu mehr Sicherheit in europäischen Atomkraftwerken geführt? Offenbar nicht: Ein aktueller Greenpeace-Bericht belegt die Versäumnisse.

mehr erfahren