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Wenn der Versuch gelingt, so ist dies eine gute Nachricht, urteilte der Greenpeace-Experte Peter Roche. Falls nicht, darf jedoch nicht daraus geschlossen werden, dass es keine andere Lösung gibt als die Entsorgung ins Meer. Seit langem warnt Greenpeace vor den deutlich erhöhten Technetium-Werten an den Küsten Schottlands und Norwegens. Nachweislich ist der Seetang an der Nordostküste Irlands, der dort als Düngemittel verwendet oder als Delikatesse verzehrt wird, hochgradig mit dem radioaktiven Stoff aus Sellafield verseucht.

Mit der neuen Methode soll die Menge des hochgradig radioaktiven Abfallprodukts Technetium-99 um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Technetium wird als Nebenprodukt bei der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente aus Atomkraftwerken freigesetzt. Bisher konnte Technetium nicht aus dem gesundheitsgefährdenden Abwasser herausgelöst werden. Mit einer chemischen Substanz mit dem Namen TPP soll Technetium gebunden und vom flüssigen Abfall getrennt werden. Der entstehende feste Abfall könnte nach Expertenmeinung zu neuen Entsorgungsschwierigkeiten führen. Die Folgen von ins Meer gelangtem TPP sind zudem noch nicht untersucht. (nic)

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