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Der strahlende Abfall soll in die alten Uranminen von Aktau am Kaspischen Meer gebracht und dort in flachen Gruben aufbewahrt werden, erklärte ein Sprecher der nationalen Atombetriebe Kazatomprom. Experten bezweifeln, dass dies ein geeigneter Ort ist, um mittelradioaktiven Atommüll zu lagern, der auch hochgiftiges Plutonium enthalten kann. Plutonium besitzt eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren. Um sicherzustellen, dass plutoniumhaltiger Atommüll über Jahrtausende nicht in die Umwelt gelangen kann, muss er in anderen Ländern unter viel strengeren Auflagen verwahrt werden.

Die kasachische Regierung spielt mit der Gesundheit ihrer Bevölkerung, wenn sie den Import von Atommüll plant, kommentiert Susanne Ochse, Atom-Expertin bei Greenpeace. Greenpeace fordert von der Bundesregierung, dem möglichen Export von deutschem Atommüll endlich per Gesetz einen Riegel vorzuschieben. Kasachstan kann offensichtlich nicht einmal seine eigenen atomaren Altlasten sichern. Ausländischen Atommüll einem solchen Land aufzubürden, ist unverantwortlich. (abu)

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