Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Nach Meinung von Greenpeace klingt der Plan zur Stilllegung zwar gut, tatsächlich könnte Thorp aber schneller vom Netz gehen. Erst im vergangenen Jahr hat das britische Energieversorgungsunternehmen British Energy (BE) versucht, aus den Verträgen zur Wiederaufarbeitung seiner abgebrannten Kernbrennstäbe in Sellafield herauszukommen. Hätte die Sellafield-Betreibergesellschaft, die staatliche British Nuclear Fuels Ltd (BNFL) zugestimmt, so hätte Thorp vermutlich 2006 geschlossen werden können.

Greenpeace-Atomexpertin Jean McSorley machte außerdem darauf aufmerksam, dass BFNL keine Angaben darüber gemacht habe, wie das radioaktive Material aus dem Werk entsorgt werden solle. Wir werden das sehr genau beobachten, sagte sie. Es dürfe keinen Anstieg der Einleitungen in die Irische See geben.

Thorp dient der Gewinnung von Plutonium und Uran aus abgebrannten Kernbrennstäben. Die 1,8 Milliarden-Pfund-Anlage wurde im Jahre 1994 in Betrieb genommen. Sie sollte ursprünglich innerhalb von zehn Jahren 7.000 Tonnen verbrauchten Kernbrennstoffs verarbeiten, lief aber weit unter Kapazität. Grund: Der hochgefährliche flüssige Abfall, der bei der Wiederaufarbeitung anfällt, kann nicht schnell genug entsorgt werden, um staatliche Sicherheitsauflagen zu erfüllen. (sit)

Mehr zum Thema

Brände nahe Tschornobyl

  • 20.05.2022

Immer wieder kommt es zu Bränden um Tschornobyl, unter großem Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort. Das zeigt: Ein GAU ist niemals abgeschlossen.

mehr erfahren
‘Taxonosaurus’ Dinosaur at EU Commission HQ in Brussels

EU-Taxonomie nach russischem Wunsch

  • 17.05.2022

Eine EU-Nachhaltigkeitstaxonomie, die Gas und Atomkraft fördert, begünstigt vor allem Russlands Wirtschaft. Kein Zufall: Darauf haben russische Unternehmen hinter den Kulissen hingewirkt.

mehr erfahren
Radiation Measurement in Chernobyl

36. Jahrestag der Tschornobyl-Katastrophe

  • 26.04.2022

Welche Gefahr geht heute noch von dem havarierten Atomkraftwerk in Tschornobyl aus? Wir fragten den Greenpeace-Atomexperten Heinz Smital.

mehr erfahren
Abandoned Toys in Pripyat

Tschernobyl

  • 09.03.2022

Am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion das Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke verseucht die Region und zieht über Europa. Ursache sind menschliches Versagen und technische Mängel.

mehr erfahren
Ghost Town Pripyat near Chernobyl

Tschernobyl: Folgen des Super-GAU

  • 01.03.2022

Die Explosion des Tschernobyl-Reaktors am 26. April 1986 setzt mehrere Tonnen hochradioaktives Material frei und verseucht die Region. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind heute noch spürbar.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Greenwashing durch EU-Nachhaltigkeitstaxonomie

  • 02.02.2022

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Umweltschützende protestieren gegen den Plan, Risikotechnologien als nachhaltig zu verkaufen.

mehr erfahren