Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Mit den Tonnen wollen die Aktivisten demonstrieren, was mit der Übernahme des alten EURATOM-Vertrages aus dem Jahre 1957 in die neue Verfassung bevorsteht.

Maßgeblich geht der Verfassungsvorschlag auf den Konventsvorsitzenden und früheren französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d'Estaing zurück. Sollte der Konvent den Vorschlag akzeptieren, würde die Förderung der Atomenergie in der neuen Verfassung festgeschrieben. Dadurch erwüchsen der Atomindurstrie in Europa institutionelle und finanzielle Vorteile. Eine solche Entscheidung steht im krassen Widerspruch zu dem fundamentalen Prinzip der Nachhaltigkeit, genauso wie zum Prinzip des freien Wettbewerbs. Dazu wären einheitliche Rahmenbedingungen für alle Energiequellen nötig. 

"Für niemanden besteht ein Zweifel, dass der EURATOM-Vertrag veraltet, undemokratisch und gefährlich ist", gibt Mahi Sideridou von Greenpeace zu bedenken. "Dennoch gelang es Frankreichs ehemaligem Atom-Präsidenten, die Förderung der Atomkraft erfolgreich mitten im Herzen der neuen europäischen Verfassung zu verankern. Für die Konventsmitglieder stellt sich nun die Frage: Entweder sie beugen sich Giscard d'Estaing und lassen ihn gewähren oder sie stehen auf und sagen Nein zur Atomkraft."

EURATOM - Im Schatten der Öffentlichkeit

EURATOM - Im Schatten der Öffentlichkeit

6 | DIN A4

74.65 KB

Herunterladen

Petition

https://act.greenpeace.de/eu-verbot-fossile-energien

Offener Brief: Neue fossile Energieprojekte in Europa verbieten

Wir alle müssen jetzt den klimatischen und ökologischen Notstand als die existenzielle Krise behandeln, die er ist. Unser Leben hängt davon ab. Deshalb fordern wir die EU-Institutionen dazu auf: Stoppt neue Öl- und Gasprojekte!

Jetzt unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Datum
Protesters holding yellow banner that says "defend the climate - not fussil fuels"

Mehr zum Thema

Atommeiler in Cattenom
  • 19.06.2024

Atomenergie ist ein volkswirtschaftliches Risiko, so eine aktuelle Greenpeace-Studie. Die Rechnung für unkontrollierte Kostensteigerungen und massive Verzögerungen begleichen die Steuerzahlenden.

mehr erfahren
Nuclear Action at EnBW in Germany
  • 24.05.2024

Tausende von Jahren sollte das „Versuchsendlager“ im ehemaligen Salzbergwerk Asse II sicher sein. Knapp vier Jahrzehnte später säuft es durch Wassereinbrüche ab, die Schachtanlage droht einzustürzen.

mehr erfahren
In einem Kindergarten liegen die Spielsachen so, wie sie nach der Katastrophe zurückgelassen wurden. Die Gasmaske eines Kindes neben einer Puppe ist nur ein weiteres grausames Paradoxon: Eine Woche vor dem Atomunfall wurden die Kinder darin geschult, die Sicherheitsausrüstung gegen die atomare Gefahr zu benutzen. Doch am Tag des Unfalls wurde auf Anweisung der Parteiführung keine einzige Gasmaske benutzt.
  • 26.04.2024

Am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion das Atomkraftwerk Tschornobyl. Eine radioaktive Wolke verseucht die Region und zieht über Europa. Ursache sind menschliches Versagen und technische Mängel.

mehr erfahren
Greenpeace and BUND Naturschutz Celebrate Nuclear Phase-out in Munich
  • 12.04.2024

Vor einem Jahr ging das letzte AKW in Bayern vom Netz. Strom aus erneuerbaren Energien hat deutschlandweit Atomstrom ersetzt. Nur der Freistaat hinkt hinterher. Warum ist das so?

mehr erfahren
Projektion für den Atomausstieg am Atomkraftwerk Isar 2 bei Nacht
  • 09.04.2024

Happy Birthday, Atomausstieg! Auch wenn ein Jahr nach dem deutschen Ausstieg vielerorts eine “Renaissance der Atomkraft” herbeigeredet wird, laut einer aktuellen Studie sprechen die Fakten dagegen.

mehr erfahren
Karte der Region Fukushima in Japan, die die Ausbreitung der Strahlung nach der Atomkatastrophe im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt.
  • 11.03.2024

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren