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Die EdF begründet ihr Gesuch mit einem neuen Verfahren, bei dem der nukleare Brennstoff in den Brennelementen deutlich höher ausgenutzt wird. Das hat ein Mehr an Tritium zur Folge, aber auch andere gefährliche chemische Stoffe wie Hydrazinhydrat fallen vermehrt an. Wasserorganismen können von Hydranzinhydrat geschädigt werden. Zudem will der EdF auch rund 100 Tonnen Borsäure, zwölf Tonnen Kupfer, acht Tonnen Zink und 336 Tonnen Natrium in die Mosel einleiten.

Nach Recherchen der Saarbrücker Zeitung ist das in Cattenom geplante neue Brennstoff-Verfahren in deutschen Atomkraftwerken bereits in den 80ern schrittweise eingeführt worden. In Einzelfällen wurde die Leistung der Brennelemente und die Verweildauer im Reaktor über 50 Prozent erhöht. In Deutschland fand damals jedoch keine Debatte statt, weil die Grenzwerte für Tritium-Ableitungen in Deutschland allgemein großzügiger sind als in Cattenom. Auch ein Genehmigungsverfahren war nicht erforderlich. (nic)

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