Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Gericht sah wie die Anklage Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe als erwiesen an, sah aber von den geforderten Freiheitsstrafen zwischen sechs und neun Monaten ab. Der Richter betonte, die Angeklagten seien ganz sicher keine Kriminellen und auch keine Terroristen. Sie hätten billigend in Kauf genommen, dass ihr Tun strafbar sein würde: Das ehrt sie auch. Die Männer seien davon überzeugt, dass die Gesellschaft vor den Gefahren der Atomkraft gewarnt werden müsse. Ob sie mit ihren Gefahrenprognosen Recht haben, werden womöglich erst Generationen später erkennen können, sagte der Richter.

In einem anderen Rechtstreit vor dem Oberlandesgericht Hamm fiel die Entscheidung zu Gunsten der Atomkraftgegner aus, die die Internet-Domain www.castor.de nicht dem Hersteller der Atommülltransportbehälter, die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), überlassen wollten. GNS hatte die Atomkraftgegner mit der Begründung verklagt, ihre Domain beeinträchtige die Vertriebsaktivitäten der Behälterhersteller. Die Beklagten hatten jedoch erfolgreich darauf bestanden, auf ihrer Web-Adresse weiterhin über die politische Auseinandersetzung mit der Atomenergie informieren zu können. (mir)

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Karte der Region Fukushima in Japan, die die Ausbreitung der Strahlung nach der Atomkatastrophe im März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt.
  • 11.01.2024

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague
  • 12.12.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima
  • 24.08.2023

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, mehr als eine Million Tonnen radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
The Nuclear Crisis at the Fukushima Daiichi Nuclear Plant Continues
  • 14.06.2023

Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 hat Greenpeace zahlreiche Studien durchgeführt. Alle Publikationen sind hier aufgelistet.

mehr erfahren
Tschornobyl Tour zum 30. Jahrestag
  • 08.06.2023

Nach dem Super-GAU in Tschornobyl am 26. April 1986 begann der Bau einer Schutzhülle zur Eindämmung der Strahlung. Doch das Provisorium war bald einsturzgefährdet, ein zweiter Sarkophag wurde gebaut.

mehr erfahren
In einem Kindergarten liegen die Spielsachen so, wie sie nach der Katastrophe zurückgelassen wurden. Die Gasmaske eines Kindes neben einer Puppe ist nur ein weiteres grausames Paradoxon: Eine Woche vor dem Atomunfall wurden die Kinder darin geschult, die Sicherheitsausrüstung gegen die atomare Gefahr zu benutzen. Doch am Tag des Unfalls wurde auf Anweisung der Parteiführung keine einzige Gasmaske benutzt.
  • 26.04.2023

Am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion das Atomkraftwerk Tschornobyl. Eine radioaktive Wolke verseucht die Region und zieht über Europa. Ursache sind menschliches Versagen und technische Mängel.

mehr erfahren