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Greenpeace-Aktivisten protestieren am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe auf der Baustelle des geplanten Druckwasserreaktors (DWR) von Flamanville, April 2007
Jiri Rezac / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der EPR wurde von der Atomindustrie als Vorzeigemodell der internationalen Atom-Renaissance angepriesen. Nun stellt sich heraus, dass beim Bau von Flamanville 3 die selben Probleme wie beim finnischen Olkiluoto 3-Reaktor auftreten.

Olkiluoto 3 ist bisher der einzige weitere Reaktor vom Typ EPR. Hier ist es zu enormen Bauverzögerungen von rund zwei Jahren gekommen. Die Kostenüberschreitungen betragen ein bis 1,5 Milliarden Euro. Sie führen bei den beteiligten Firmen zu deutlichen Verlusten, statt zu den erhofften Gewinnen.

Probleme tauchten in Flamanville 3 in unterschiedlichen Baubereichen auf. Zum Beispiel gab es Fehler bei der Mischung des verwendeten Betons. Diese Fehler können zur Bildung von Rissen im Beton führen. Im Fundament unter dem Reaktor zeigen sich schon heute Risse.

Mängel sind ebenso bei der Stahlkonstruktion des Fundaments, bei den technischen Überprüfungen durch die Baufirma und Electricité de France wie in anderen Bereichen deutlich geworden.

Das Vorzeigeprojekt EPR wird zum Sicherheitsrisiko und wirtschaftlichen Desaster, sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace. Um Energiesicherheit zu gewährleisten und den Klimawandel zu bremsen, sollte statt in Atomenergie in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien investiert werden.

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