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Karte mit Umweltschäden in der Ukraine

Krieg gegen die Umwelt - Umweltschäden in der Ukraine

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Nicht nur die Menschen leiden unter dem brutalen Angriffskrieg in der Ukraine. Auch die Natur nimmt Schaden. Greenpeace und Ecoaction haben drastische Fälle dokumentiert und fordern Hilfen für den Wiederaufbau.

Großflächige Waldbrände nach Raketeneinschlägen, giftige Gase aus bombardierten Kraftwerken, Ölverschmutzungen im Schwarzen Meer: Unter dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine leiden nicht nur Menschen. Er zerstört auch in erheblichem Maße Natur und Umwelt. Greenpeace Zentral- und Osteuropa und die ukrainische Umweltorganisation Ecoaction haben nun eine digitale Karte vorgelegt, die die drastischsten Fälle aufzeigt. „Diese Umweltzerstörung durch den Krieg muss mehr berücksichtigt werden“, sagt Denys Tsutsaiev, Kampaigner von Greenpeace Zentral- und Osteuropa in Kyiv. „Es wird erhebliche finanzielle Mittel, Maßnahmen und Einsatz brauchen, um Natur und Umwelt wiederherzustellen. Diese Mittel müssen jetzt bereitgestellt werden und nicht erst nach Kriegsende.“ Daher sollten die Pläne der ukrainischen Regierung wie auch die Plattform der EU Kommission zur Koordinierung der Geber einen ökologischen Wiederaufbau fördern.

Nahezu 900 Fälle schwerer Umweltschäden hat Ecoaction in der Ukraine seit Kriegsbeginn dokumentiert. Für die Karte wurden 30 davon ausgewählt und durch Greenpeace Zentral- und Osteuropa mittels Satellitenaufnahmen überprüft. Darunter ist beispielsweise ein Waldbrand über 17.000 Hektar in Luhansk, ausgelöst durch russische Raketen („Triokhizbenskyy Steppe Fires“). Im Schwarzen Meer kam es zu einem Ölteppich durch eine beschossene Förderplattform („Oil slick in Black Sea“). An vielen Orten der Ukraine trat aus brennenden fossilen Kraftwerken hochgiftiger Rauch aus. Insgesamt sind rund 20 Prozent der Naturschutzgebiete in der Ukraine betroffen.

Ökologischer Wiederaufbau

Neben der direkten Zerstörung ist auch die langfristige Belastung durch Munitionsreste eine Gefahr. So enthalten etwa Patronenhülsen unter anderem Schwefel und Kupfer. Das kann über den Boden in das Grundwasser gelangen und damit letztlich in die Nahrungskette und Menschen und Tiere schädigen. „Der Krieg trifft die Natur so schwer wie die Menschen und die Infrastruktur“, sagt Yevheniia Zasiadko, Leiterin der Klimaabteilung bei Ecoaction. „Die Natur ist ein stilles Opfer, deshalb bleiben die Schäden weitgehend unbeachtet. Doch die Folgen werden wir noch lange spüren.“ Zu einem Leben nach dem Krieg gehört deshalb auch, dass dieser Teil der Schäden behoben wird.  „Der Wiederaufbau der Umwelt muss daher Teil der allgemeinen Wiederaufbaupläne sein.“

Offiziellen Angaben zufolge sind 1,24 Millionen Hektar Naturschutzgebiet sowie drei Millionen Hektar ukrainischer Wald und 450.00 Hektar unter Besetzung oder in Kampfgebieten vom Krieg betroffen.

Greenpeace unterstützt den Wiederaufbau der Ukraine mit einem Projekt, das Nachhaltigkeit als Leitprinzip fördern soll. Unter anderem wurde ein Krankenhaus in der Nähe von Kyjiw mit Solarstrom und einer Wärmepumpe ausgestattet, weitere Projekte sind in Vorbereitung. Im Juli 2022 dokumentierte ein Team von Strahlenschutzexperten Schäden in der Sperrzone um das AKW Tschornobyl.

Examination around Chornobyl for Radioactivity

Spurensuche in Tschornobyl

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Die Ergebnisse der Greenpeace-Messungen um Tschornobyl zeigen: Die Internationale Atomenergiebehörde verharmlost radioaktive Gefahren durch die russische Invasion.

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