Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Ohne Ergebnis, wie sich jetzt zeigt, denn mit dieser Entscheidung tritt das 315 Meter lange Schiff seine letzte Reise an. Sein Ziel ist der Strand von Alang im westindischen Bundesstaat. Dort liegt der weltweit größte Schiffsfriedhof. Die Abwrackung in Indien bedeutet ein gutes Geschäft für die ehemaligen Eigentümer. Umweltschutzmaßnahmen spielen keine Rolle, ebenso wie der Arbeitsschutz. Noch dazu zerlegen die indischen Arbeiter die Blue Lady für wenig Lohn. Ein Schnäppchen, denn das rohstoffarme Indien benötigt den Stahl aus alten Schiffen.

Da die Entsorgung in Europa wegen der vielen Gefahren und Schadstoffe zu teuer ist, werden die Schiffe oftmals in armen Ländern verschrottet. Auch das französische Kriegsschiff Clemenceau sollte in Indien ausgemustert werden. Schon auf Fahrt, musste es wieder umkehren: Der französische Gerichtshof hatte der Klage von Greenpeace und anderen Umweltschutzorganisationen stattgegeben. Frankreichs Ministerpräsident Jacques Chirac ordnete im Februar die Rückkehr an. Nach Angaben der französischen Regierung hatte das Schiff 45 Tonnen Asbest geladen.

2003 starben auf der Blue Lady sieben Menschen nachdem an Bord ein Heizkessel explodiert war. Zwischenzeitlich gehörte das Schiff einem Geschäftsmann aus Bangladesch. Er verkaufte es wiederum an einen indischen Schiffsverschrotter, da der Blue Lady die Einfahrt in die Hoheitsgewässer Bangladeschs verwehrt blieb.

Mehr zum Thema

Plastik am Kopf einer Schildkröte unter Wasser

Auf dem Weg zu einem globalen Plastik-Vertrag

  • 01.12.2022

Eine historische Chance: Die UN-Verhandlungen über ein verbindliches globales Abkommen gegen Plastikverschmutzung starten in Uruguay.

mehr erfahren
Protestierende mit Googlemaps-Pin vor Amazon Konzernzentrale am Black Friday

Black Friday: Amazon befeuert Klima- und Artenkrise

  • 25.11.2022

Naturzerstörung als Geschäftsmodell – das ist Amazons Motto. Am Black Friday, dem Symbol und Höhepunkt des Konsum-Irrsins, protestieren Greenpeace-Aktivist:innen dagegen.

mehr erfahren
Mitarbeiterin hält im Labor einen roten High Heel-Stiefel

Mehr SHEIN als Sein

  • 23.11.2022

Mit täglich bis zu 9.000 neuen Artikeln befeuert der Online-Gigant SHEIN den Durchlauf in Kleiderschränken weltweit. Wie dreckig die Produktion ist, zeigt der neue Greenpeace-Test.

mehr erfahren
Greenpeace Aktive halten beim Make Something Day in Berlin Hände mit "Ressourcenschutz fürs Klima" hoch

Systemwandel selbermachen

  • 18.11.2022

Vom 19. bis zum 27. November findet erneut die MAKE SMTHNG Week statt. Maker:innen zeigen weltweit und in Deutschland, dass ein nachhaltiges Leben möglich ist – und Spaß macht.

mehr erfahren
Textile Offcuts Used as Fuel, Cambodia

Markenmode als Brennstoff

  • 09.08.2022

Abfälle aus kambodschanischen Bekleidungsfabriken, die Marken wie Nike oder Ralph Lauren beliefern, werden vor Ort in Ziegelöfen verbrannt – und setzen die dort Arbeitenden giftigen Dämpfen aus.

mehr erfahren
Hologram Projection in Santiago Demands a Chile without Plastics

Internationaler Earth-Overshoot-Day

  • 28.07.2022

Heute, am Erdüberlastungstag, hat der Mensch sämtliche Ressourcen verbraucht, die der Planet in einem Jahr nachhaltig produzieren kann. Wie schaffen wir es wieder aus den Miesen?

mehr erfahren