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Ohne Ergebnis, wie sich jetzt zeigt, denn mit dieser Entscheidung tritt das 315 Meter lange Schiff seine letzte Reise an. Sein Ziel ist der Strand von Alang im westindischen Bundesstaat. Dort liegt der weltweit größte Schiffsfriedhof. Die Abwrackung in Indien bedeutet ein gutes Geschäft für die ehemaligen Eigentümer. Umweltschutzmaßnahmen spielen keine Rolle, ebenso wie der Arbeitsschutz. Noch dazu zerlegen die indischen Arbeiter die Blue Lady für wenig Lohn. Ein Schnäppchen, denn das rohstoffarme Indien benötigt den Stahl aus alten Schiffen.

Da die Entsorgung in Europa wegen der vielen Gefahren und Schadstoffe zu teuer ist, werden die Schiffe oftmals in armen Ländern verschrottet. Auch das französische Kriegsschiff Clemenceau sollte in Indien ausgemustert werden. Schon auf Fahrt, musste es wieder umkehren: Der französische Gerichtshof hatte der Klage von Greenpeace und anderen Umweltschutzorganisationen stattgegeben. Frankreichs Ministerpräsident Jacques Chirac ordnete im Februar die Rückkehr an. Nach Angaben der französischen Regierung hatte das Schiff 45 Tonnen Asbest geladen.

2003 starben auf der Blue Lady sieben Menschen nachdem an Bord ein Heizkessel explodiert war. Zwischenzeitlich gehörte das Schiff einem Geschäftsmann aus Bangladesch. Er verkaufte es wiederum an einen indischen Schiffsverschrotter, da der Blue Lady die Einfahrt in die Hoheitsgewässer Bangladeschs verwehrt blieb.

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