Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Verfahren vor einem Geschworenengericht sind in der Regel Fällen vorbehalten, die hohe Strafen erwarten lassen. Die Entscheidung von Bundesrichter Adalberto Jordan zeigt daher, wie hoch er das Verfahren gegen Greenpeace einordnet. Wir sind dankbar, dass der Richter die Bedeutung des Falles anerkannt und unseren Antrag bewilligt hat, so John Passacantando, Geschäftsführer der Greenpeace-Büros in den USA.

Hintergrund der Anklage: Im April 2002 waren zwei Greenpeace-Aktivisten vor der Küste Floridas an Bord eines Frachters geklettert, der illegal aus dem Amazonas-Regenwald exportiertes Mahagoniholz geladen hatten. Sie enthüllten ein Transparent mit der Aufforderung: Präsident Bush, stoppen Sie den illegalen Holzeinschlag! Die Aktivisten wurden für ein Wochenende eingesperrt und angeklagt. Das Urteil: Die Strafe sei mit der Haft bereits abgegolten.

Nicht für die Bush-Regierung. Es begann eine Strafverfolgung, die einzigartig in der Geschichte der USA ist. Nicht die Mitglieder einer Organisation, sondern die Organisation selbst wurde vor Gericht gestellt. Und das unter Berufung auf ein antikes Gesetz aus dem Jahre 1872. Die US-Regierung will einen Präzedenzfall schaffen, um die erfolgreiche Arbeit gegen ihre Umweltpolitik zu verhindern.

Politiker, Wissenschaftler und zahlreiche Bürgerverbände kritisieren die Strafverfolgung. Greenpeace ist derweil zuversichtlich. Wir freuen uns darauf, in der Verhandlung beweisen zu können, dass wir das Richtige getan haben, um den Amazonas-Regenwald zu retten, so Passacantando. Der erste Anhörungstag ist der 17. Mai.

Lesen Sie mehr über die Hintergründe:

Strafprozess: Bush gegen Greenpeace

US-Regierung gegen Greenpeace - 1. Runde

Protestieren Sie gegen die willkürliche Strafverfolgung: Schreiben Sie an Präsident George W. Bush und den US-Justizminister. (http://act.greenpeace.org/ams/de?a=1038&s=gen_de)

Mehr zum Thema

Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.

2022 – Das Jahr der Waldbrände

  • 28.07.2022

Was verbindet den US-amerikanischen Yosemite-Nationalpark, die griechische Insel Lesbos und die Sächsische Schweiz? Sie fackeln ab. Eine traurige Weltreise in die brennenden Wälder der Erde.

mehr erfahren
Indigene und Greenpeace-Aktive im Boot auf dem Manicoré River

Greenpeace und Moritz Jahn auf Amazonas-Expedition

  • 15.07.2022

Greenpeace war gemeinsam mit Forschenden und Influencer Moritz Jahn auf Expedition im Amazonas-Regenwald. Ziel war, die Region zu erforschen und den Indigenen beim Schutz ihres Zuhauses zu helfen.

mehr erfahren
Dom Phillips and Bruno Pereira

Aktivisten im Amazonasgebiet tot aufgefunden

  • 16.06.2022

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die im brasilianischen Amazonasgebiet verschwundenen Aktivisten sind tot. Greenpeace fordert eine transparente Aufklärung.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

EU-Mercosur-Abkommen

  • 02.06.2022

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch das geplante EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gefährdet ihn weiter - während die Autoindustrie profitiert.

mehr erfahren
PT Megakarya Jaya Raya (PT MJR) Oil Palm Concession in Papua

Klima und Arten brauchen ein EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz

  • 17.03.2022

Ein starkes EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz ist dringend nötig, um gegen die Wald- und Naturzerstörung sowie die Verletzung von Menschenrechten anzukämpfen.

mehr erfahren
Illegal Mining in Yanomami Indigenous Land in Brazil

Drei Jahre Bolsonaro: Drei Jahre Umweltzerstörung in Brasilien

  • 17.01.2022

Im Januar 2022 feiert Jair Bolsonaro dreijähriges Amtsjubiläum als Präsident von Brasilien. Doch für das Klima und die Biodiversität Brasiliens gibt es wenig Grund zu feiern.

mehr erfahren