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Im März dieses Jahres hatte der brasilianische Präsident Lula da Silva einen Aktionsplan vorgestellt, wie die Urwaldzerstörung gestoppt werden soll. Der Plan sieht eine Zahl von Initiativen und behördenübergreifenden Maßnahmen vor, um das Ausmaß der Kolonialisation im Amazonasgebiet zurückzuschrauben. In diesem Jahr sollen 113 Millionen Euro dafür bereitgestellt werden. Allerdings werden die zugrunde liegenden ökonomischen und sozialen Gründe der Urwaldzerstörung ignoriert.

Es sieht so aus, als befände sich Brasilien in der Falle, sagt Paulo Adario, Koordinator der Greenpeace-Amazonas-Kampagne. Zum einen muss das Geld reinkommen, um die hohe Staatsverschuldung zu begleichen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken. Der Export von landwirtschaftlichen Gütern und Rindfleisch bestimmt dabei die brasilianische Wirtschaft. Zum anderen ist laut Weltbank das Amazonasgebiet für die Produktion der Exportgüter sehr viel profitabler als andere Regionen in Brasilien. Das erhöht den Druck auf den Urwald.

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