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Nach Greenpeace-Recherchen wurde das Sperrholz für den Bodenbereich des Gebäudes von Firmen wie Mujur und AFR geliefert. Sie sind nachweislich in illegale Abholzungen auch in Schutzgebieten verwickelt. Für den Greenpeace-Waldexperten Oliver Salge beweist dieser Skandal, dass die EU sich nicht für den Schutz der letzten Urwälder einsetzt.

Die EU müsse das Problem in den Griff bekommen, sagte Salge vor Ort in Brüssel. Die Wälder Indonesiens sollen die Heimat für Orang-Utans und den Sumatra-Tiger bleiben und nicht die EU-Büros verschönern. Zum Beweis dafür, dass es auch besser geht, lieferten die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten umweltfreundlich gewonnenes Sperrholz mit FSC-Zertifikat ins Gebäude.

Nirgendwo auf der Welt werden die letzten Urwälder der Erde so schnell zerstört wie in Indonesien. Jährlich verschwindet dort eine Waldfläche von der Größe Belgiens. 90 Prozent der Abholzungen sind illegal. Die EU-Kommission befürwortet eine freiwillige Lizensierung, um das Problem zu lösen. Nach Ansicht von Greenpeace reicht das nicht aus.

Mit Freiwilligkeit erreicht man hier gar nichts. Wir brauchen Gesetze und Sanktionen gegen beteiligte Firmen und Personen" erklärte Salge. Nach Ansicht von Greenpeace muss die Einfuhr von Holzprodukten aus illegalen Quellen strikt verboten werden. Die gesetzlichen Grundlagen für ein solches Importverbot könnten noch in dieser Woche geschaffen werden: Vom 14. bis 16. Mai treffen sich im irischen Waterford die EU-Umweltminister.

Ausführliche Informationen über die zweifelhaften Holzimporte der EU entnehmen Sie bitte der Studie

Facing Reality (englisch, PDF, 935 kb).

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