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Greenpeace ermittlet

Aktivisten entdecken Hölzer aus Urwaldzerstörung

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Der Handel mit Tropenholz führt nicht nur zur Zerstörung der letzten Urwälder, sondern treibt auch den Klimawandel an: Ein Fünftel des weltweit freigesetzten klimaschädlichen Kohlendioxids entsteht durch Waldzerstörung. Greenpeace fordert die deutschen Holzhändler auf, für den Schutz von Klima und Artenvielfalt nur noch Produkte aus ökologischer Forstwirtschaft anzubieten.

Viele Kunden wissen nicht, dass sie die letzten Urwaldparadiese noch immer als Fußbodenbeläge und Gartenstühle angeboten bekommen, sagt Corinna Hölzel, Urwaldexpertin von Greenpeace. Urwaldschutz ist Klimaschutz. Die letzten Urwälder müssen geschont werden. Sie sind Schatzkammern der Artenvielfalt und stabilisieren das Klima.

Im deutschen Holzhandel hat Greenpeace unter anderem die Tropenhölzer Teak, Merbau, Meranti, Bankirai, Wengé und Jatoba gefunden. Diese stammen aus Urwaldregionen in Südostasien, Zentralafrika und dem Amazonas. Bis zu 80 Prozent des Holzes wird in diesen Ländern ohne Genehmigung eingeschlagen. Nicht nur Menschen und Tiere in diesen Regionen verlieren so ihre Lebensgrundlagen. Auch die Menschen in den Industrieländern müssen mit dem Klimawandel die Konsequenzen der Urwaldvernichtung tragen.

Den Fund von Urwaldhölzern in Baumärkten oder Einrichtungshäusern können interessierte Verbraucher in einer Online-Datenbank von Greenpeace eintragen. Die Recherchen der Holz-Detektive sollen die Greenpeace-Forderung nach einem europäischen Urwaldschutzgesetz unterstützen. Import und Vermarktung von Urwaldholz aus illegalem Einschlag würden mit diesem Gesetz verboten.

Update: Diese Aktion ist eingestellt - hier finden Sie aktuelle Mitmachmöglichkeiten zum Waldschutz

Im Mai 2008 richtet die deutsche Bundesregierung den Urwaldgipfel der Vereinten Nationen (Convention on Biological Diversity, CBD) in Bonn aus. Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich im Vorfeld des Gipfels für ein europäisches Urwaldschutzgesetz einzusetzen.

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