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Der Lamandau mündet im westlichen Teil des Tanjung Puting Nationalparks im Süden Kalimantans ins Meer. Das ökologisch sensible Gebiet ist Lebensraum einer rasch schwindenden Population von Orang-Utans. In den letzten Wochen hatten Greenpeace-Aktivisten den Park überflogen und große, neue Kahlschläge in dem streng geschützten Naturschutzgebiet festgestellt. Eigentlich dürfte dort kein einziger Baum gefällt werden.

In der Nähe des 300 Hektar großen Parks befindet sich die Korindo-Sägemühle, deren illegale Machenschaften der indonesischen Regierung bereits bekannt sind. Auch das von Greenpeace dokumentierte Holz wurde aus diesem Sägewerk geliefert.

Greenpeace-Sprecher Stephen Campbell teilte von Bord der Rainbow Warrior" mit, dass die indonesische Regierung über den neuen Fall benachrichtigt worden sei. Wir haben Generalsekretär Wahjudi Wardojo vom indonesischen Forstministerium informiert und ihn gebeten, die zuständigen Behörden einzuschalten. Sie müssen die Rechtmäßigkeit der Verschiffung untersuchen. Die Zerstörung dieser alten Wälder muss gestoppt werden.

Indonesien leidet unter der höchsten Waldzerstörungsrate der Erde. Die Weltbank schätzt, dass bis 2010 der Großteil der Urwälder abgeholzt sein wird, wenn der Raubbau ungebremst weitergeht. Der Motor dieser Umweltkatastrophe sind die Industrieländer mit ihrem unersättlichen Hunger nach billigem Holz und Papier.

Die Rainbow Warrior befindet sich auf Einladung indonesischer Umweltorganisationen und des indonesischen Umweltministeriums in der Region. Anlass ist die UN-Artenschutzkonferenz (CBD), die vom 9. bis 20. Februar in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur stattfindet. Die teilnehmenden Staaten sind unter anderem aufgefordert, Maßnahmen gegen die Abholzung der letzten Urwälder zu beschließen. Dazu gehört, rund um den Globus ein Netz von Schutzgebieten auszuweisen. (hol/sit)

Mit diesem Weblog der Rainbow-Warrior-Tour in Indonesien können Sie sich am schnellsten über die Aktivitäten der Crew informieren (leider nur auf Englisch).

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