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So ein Verhalten ist äußerst suspekt, sagt Lagi Toribau, Greenpeace-Meeresexperte an Bord der Esperanza. Sich über behördliche Anweisungen hinwegzusetzen, ist ein typisches Vorgehen von illegalen Fischern. Sie räubern die Meere aus und schaden den Menschen vor Ort. Wir rufen alle Pazifikstaaten auf, wachsam zu sein und die verdächtigen Piratenfischer im Auge zu behalten.

Bekannt ist, dass die Dongwon seit über einem Jahr auf See ist. Während dieser Zeit ist sie kein einziges Mal der Verpflichtung nachgekommen, ihre Fänge offiziell zu deklarieren. So lässt sich verschleiern, was für und wie viel Fisch aus dem Meer geholt wurde. Greenpeace fordert von der Fischereikommission für den westlichen und Zentralpazifik - zu der auch Korea gehört - sowie von der Regierung in Seoul die Dongwon sofort aus den Zulassungsregistern zu streichen.

Das Hoheitsgebiet des Inselstaates Kiribati erstreckt sich über eine Meeresfläche von rund 3,5 Millionen Quadratkilometer - das entspricht etwa der halben Fläche Australiens. Zur Überwachung dieses Gebietes steht nur ein einziges Patrouillenboot zur Verfügung.

Andere Nationen, wie beispielsweise Korea, nutzen diesen Mangel an Überwachungsmöglichkeiten aus und fangen Tunfische in großen Mengen. Die weltweite Piratenfischerei ist ein Riesengeschäft: durch sie entsteht jährlich ein Schaden von rund sieben Milliarden Euro. Im Pazifik verdienen Piratenfischer viermal so viel, wie den kleinen Pazifikstaaten zusammen an Gebühren für Fanglizenzen gezahlt wird.

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