Skip to main content
Jetzt spenden
Junger Ostsee-Kabeljau am Meeresgrund
Sebastian Valanko/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Es ist das übliche Ritual: Jedes Jahr legt der EU-Fischereiministerrat die Fangquoten für die EU-Gewässer fest und jedes Jahr sind diese Quoten zu hoch.

Die Minister sind eher damit beschäftigt, die Interessen ihrer nationalen Fischereiindustrien zu schützen, stellt Meeresbiologin Iris Menn von Greenpeace fest. Und zwar auch dann, wenn sie dafür den Expertenrat missachten und die Fischer zur späteren Arbeitslosigkeit verurteilen müssen.

Die Bestände des Blauflossenthuns im Mittelmeer stehen bereits vor dem Zusammenbruch. Verantwortlich sind nicht nur zu hohe Fangquoten. Verantwortlich ist in hohem Maße auch die Piratenfischerei: Es wird wesentlich mehr gefangen als erlaubt ist.

Auch der Dorsch in der östlichen Ostsee ist bedroht. Wissenschaftler haben jahrelang geraten, den Fang komplett einzustellen, bis die Bestände sich erholt haben. In diesem Jahr empfiehlt der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) eine Höchstquote von 48.600 Tonnen.

Greenpeace empfiehlt Zwischenhändlern und Supermärkten, beim Einkauf von Ostsee-Dorsch auf die Herkunft zu achten. Der Fisch sollte aus nachgewiesen legaler Quelle stammen und nicht per Grundschleppnetzfischerei gefangen sein.

Sorgen bereitet auch die Tiefseefischerei. Fischarten, die in großen Tiefen leben, reifen sehr langsam und haben entsprechend niedrige Fortpflanzungsraten. In der industriellen Fischerei werden die Tiere weggefischt, bevor sie sich vermehren konnten. Solche Fische darf man nicht jagen, als hätten sie die Reproduktionsrate von Kaninchen, sagt Menn. Tiefseefischerei kann kaum profitabel und nachhaltig zugleich sein.

Mehr zum Thema

"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Aufgedeckt: Gefahren des Tiefsee-Bergbaus auf der hohen See

  • 27.01.2023

Verdeckte Video-Aufnahmen der jüngsten kommerziellen Tiefsee-Bergbautests im Pazifik, die Greenpeace zugespielt wurden, zeigen, wie die Bergbauindustrie die Tiefsee zerstört.

mehr erfahren
Aktivist:innen auf der Beluga II im Hafen von Nexø, Bornholm

Greenpeace-Aktivist:innen untersuchen Folgen der Pipeline-Explosionen

  • 22.12.2022

Welche Auswirkungen haben die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines auf die Umwelt? Greenpeace-Aktive nahmen Proben, wir ordnen die Ergebnisse ein.

mehr erfahren
Lichterumzug Meeresleuchten

Aktion Meeresleuchten!

  • 13.11.2022

Lichtermeer für die Tiefsee: Am 12. November zogen 250 kleine und große Menschen durch die Hamburger HafenCity, um mit selbstgebastelten Laternen für den Schutz der Tiefsee zu demonstrieren.

mehr erfahren
Tiefseekrake Casper auf Meeresgrund

Hoffnung für Artenschutz in der Tiefsee

  • 12.11.2022

Bewegung auf internationaler Ebene: Einige Länder setzen sich gegen den Beginn des Tiefseebergbaus ein, darunter Deutschland.

mehr erfahren
Lemon Shark in French Polynesia

Sieben Tipps zum Meeresschutz

  • 29.09.2022

Meere gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sieben Tipps, wie wir zum Schutz der Meere beitragen können.

mehr erfahren
Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren