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Bratwurst auf einem Teller - aus welcher Art der Tierhaltung das Fleisch stammt, wollen alle großen deutschen Lebensmittelhändler bald kennzeichnen.
Fred Dott / Greenpeace

Nach Greenpeace-Kampagne: Auch Edeka führt Haltungskennzeichnung für Fleisch ein

Lidl, Aldi und Rewe machten es vor, Edeka zieht nach: Die großen deutschen Lebensmittelhändler kennzeichnen ihr Fleisch nach Haltungsbedingungen. Greenpeace hat dafür gekämpft.

Nun ist also auch Edeka an Bord: Die großen deutschen Lebensmittelhändler einschließlich der Hamburger Einzelhandelskette haben heute angekündigt, ab April Fleischprodukte nach Art der Haltung einheitlich zu kennzeichnen, von Bio-Aufzucht bis Massentierhaltung. In den vergangenen Wochen haben Greenpeace-Aktivisten in ganz Deutschland vor Edeka-Filialen für eine solche Kennzeichnung demonstriert. Sie macht erkennbar, wie die Tiere aufgezogen wurden, und schafft Transparenz für Verbraucher. Umfragen zufolge wollen die meisten Kunden nämlich kein Fleisch kaufen, für das Tiere unnötig leiden mussten. 

Portrait von Stephanie Töwe-Rimkeit, Expertin für nachhaltige Landwirtschaft bei Greenpeace Deutschland.
© Lucas Wahl / Greenpeace

Weiter Billigfleisch im Supermarktregal

Hintergrund

Greenpeace fordert Handelsketten wie Edeka auf, künftig kein Billigfleisch mehr zu verkaufen. Was dahintersteckt, erzählt Stephanie Töwe-Rimkeit, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace

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Aktive vor Edeka mit Banner "131 076 Menschen fordern mehr Tier- und Klimaschutz bei Edeka" und überdimensionierter Kassenbon-Rolle.
© Jonas Wresch / Greenpeace

Edeka: Tierleid und Klimakrise stoppen!

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Verletzt, hustend, bewegungsunfähig. Die Bilder stammen aus Schweineställen, die auch für Edeka produzieren. Aktive setzen sich für mehr Tierwohl ein und überreichen den offenen Brief.

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Die Wirtschaft geht damit entschlossener vor als die Bundesregierung. „Der Einzelhandel führt Julia Klöckner vor“, sagt Lasse van Aken, Greenpeace-Experte für Landwirtschaft. Denn während die Bundeslandwirtschaftsministerin nur ein Nischen-Label für einen Bruchteil des Fleischangebots plant, informieren alle großen Supermarktketten den Verbraucher künftig umfassend. „Sie kennzeichnen auch Fleisch, das aus schlechter Haltung kommt“, so van Aken. „Damit setzt der Handel um, was die Verbraucher wollen: Transparenz bei der Tierhaltung.“

Nun braucht es gesetzliche Regelungen

Eine Schlappe für Klöckner. „Sie konnte weder den Handel, noch die Tierhalter oder die Verbraucher für ihre völlig unzureichende, freiwillige Haltungskennzeichnung gewinnen“, fasst van Aken zusammen. Ihre Pläne sollte Klöckner nun endlich zu den Akten legen: „Die Ministerin muss die Kennzeichnung in Handel und Gastronomie zur Pflicht machen und die gesetzlichen Regeln für die Tierhaltung grundlegend verbessern.“

Wenn Kunden umfassend informiert sind und sich einfach für Fleisch aus besserer Tierhaltung entscheiden können, gehören die schlimmsten Auswüchse der Massentierhaltung vielleicht bald der Vergangenheit an. Der Preis scheint dabei nicht das Problem zu sein: Die Mehrheit gibt an, für Fleisch aus besseren Haltungsbedingungen auch mehr zahlen zu wollen. 

Eine Hand greift zu einer im Kühlregal liegenden Fleischpackung.
© Bodo Marks / Greenpeace

Supermarkt-Check: Billigfleisch dominiert weiter

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Supermärkte haben mehr Tierwohl angekündigt, doch wie kommt die Umstellung des Fleischsortiments voran? Greenpeace hat beim Handel nachgefragt, Aktivist:innen prüfen die Kennzeichnung.

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Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/wasser-schuetzen

Unser Wasser. Unsere Zukunft.

Nitrat im Glas, tote Zonen im Meer: Überdüngung bedroht das Grundwasser und lässt die Ostsee ersticken. Doch anstatt sie zu schützen, will Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) das Düngerecht aufweichen. Jetzt unterschreiben für sauberes Wasser und lebendige Meere!

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Wasserstrahl sprudelt in ein Glas, das auf einem Tisch steht.

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