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Kartoffeln
Eberhard Weckenmann/Greenpeace

EFSA trotz eigener Zweifel für Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora

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Die Meinungen in der Behörde waren geteilt. Trotzdem hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) am Donnerstag erneut für die Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora ausgesprochen.

Für Gentechnikexpertin Stephanie Töwe von Greenpeace sieht Vorsorge anders aus: Die EFSA ist das erste Mal zu keiner einstimmigen Meinung über die Sicherheit einer Gen-Pflanze gekommen. Dass sie trotzdem erneut grünes Licht für die Amflora gegeben hat, ist fahrlässig. Hier geht es um eine Technologie, die seit 2005 in der EU nicht mehr zugelassen werden sollte.

Die Gen-Kartoffel der Firma BASF ist umstritten, weil sie ein Antibiotikaresistenzgen enthält, das beim Verzehr auf Bakterien übertragen werden kann. Eine solche Übertragung gefährdet die Wirksamkeit wichtiger Antibiotika, die in der Human- und Tiermedizin benötigt werden. Die EFSA kann diesen Transfer nicht ausschließen.

Gen-Pflanzen, die für Menschen und Tiere gefährlich sein könnten, müssen verboten werden, so Töwe. Greenpeace fordert EU-Umweltkommissar Dimas auf, den Anbau der Gen-Kartoffel in Europa abzulehnen.

Der EU-Umweltministerrat hat im Dezember letzten Jahres erklärt, die EFSA ignoriere bei ihrer Beurteilung wesentliche Fragen. Tatsächlich betrachtet die Behörde beispielsweise weder Umweltgefahren noch sozioökonomische Auswirkungen von Gen-Pflanzen. Dazu Töwe: Solange die EFSA die Defizite in ihrer Risikobewertung nicht ausgeräumt hat, sollte sie keine weiteren Bewertungen vornehmen.

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