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Das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior I" im Einsatz gegen kanadische Robbenjäger im Golf von St. Lorenz
© Pierre Gleizes/Greenpeace

Rainbow Warrior I – die Legende

Für die Rainbow Warrior ist dies der Auftakt. Seit jenem Frühjahr wird sie immer öfter Mittelpunkt von Konfrontationen zwischen den Umweltschützern und Regierungen. Beim Protest etwa gegen das Entladen japanischen Atommülls zur Wiederaufbereitung im französischen La Hague rammt  ein einheimisches Marineschiff die Rainbow Warrior.

Anfang der 1980 er Jahre rückt das Regenbogen-Schiff für die Kampagne gegen das kanadische Robbenschlachten im Golf von Sankt Lorenz und vor Neufundland an. Mitglieder der Mannschaft werden verhaftet, als sie die weißen Pelze der Babyrobben mit ungiftiger, grüner Farbe bemalen und die Tiere so vor dem Tod durch die Keule retten.

Im Beringmeer protestiert die Mannschaft der Rainbow Warrior gegen die zerstörerische Treibnetzfischerei. In Sibirien dokumentiert sie illegale Walfang-Aktivitäten. Jährlich schlachten die Russen dort mehrere hundert kalifornische Grauwale ab.

Nach dem Umbau auf einen kombinierten Segel-Motor-Antrieb nimmt das Schiff Mitte der 1980er Jahre Fahrt auf in Richtung Pazifik. Von Hawaii aus geht es zu den Marshall-Inseln, im Schiffsleib lagern medizinische Hilfsgüter für die Bevölkerung der Inselgruppe, denn das US-Militär führt im Südpazifik seit den 50er Jahren Atomtests durch. Unter den Einwohnern häufen sich inzwischen Krebsfälle, eine Folge der Radioaktivität. Im Mai 1985 landet die Crew auf der schwer strahlenverseuchten Pazifikinsel Rongelap. Deren Einwohner hatten Greenpeace um Hilfe gebeten. Die Rainbow Warrior nimmt rund 300 Menschen an Bord und siedelt sie um auf eine andere Insel.

Wenige Wochen danach kommt es zum Eklat. Das Greenpeace-Flaggschiff ist nach seiner Südseemission im Hafen von Auckland in Neuseeland vor Anker gegangen. Am 10. Juli 1985 detonieren zwei Bomben am Rumpf des Schiffes und reißen ein gewaltiges Loch in die Bordwand. Die Rainbow Warrior sinkt sofort. Die Crew rettet sich an Land, Greenpeace-Fotograf Fernando Perreira stirbt. Die Ermittlungen führen schnell zum französischen Geheimdienst, die Regierung Mitterand gibt zu, von dem geplanten Attentat gewusst zu haben. Greenpeace erhält von Frankreich acht Millionen US-Dollar Entschädigung. Die zerstörte Rainbow Warrior wird in die Matauri-Bucht im Norden Neuseelands geschleppt und nicht weit vom Strand mit einer feierlichen Zeremonie versenkt.

• Im Einsatz: 1978-85• Baujahr: 1955• Schiffstyp: Fischerei-Forschungsschiff• Länge: 44 Meter• Geschwindigkeit: 12 Knoten• Besatzung: 15 Personen 

  • Greenpeace-Aktivistin besprüht ein Robbenbaby mit ungiftiger grüner Farbe, um es vor den kanadischen Robbenjägern zu retten. 1982

    Grüne Farbe gegen Robbenjäger

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  • Die Crew der Rainbow Warrior evakuiert 300 Menschen von der verseuchten Insel Rongelap nach Mejato

    Atomare Verseuchung

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  • 1985: Zwei Bomben des französischen Geheimdienstes haben die Rainbow Warrior zerstört - der Protest lebt weiter

    Der Protest lebt weiter

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  • Der Fotograf Fernando Pereira wird beim Attentat des französischen Geheimdiensts getötet. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

    Fernando Pereira

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