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Hände halten keimende Pflanze
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Konjunkturhilfe zur Corona-Krise: Ein grüner Marshallplan für Deutschland

In jeder Krise steckt eine Chance. Ja, jetzt beutelt uns die Corona-Krise, und das mit einer Heftigkeit, die sich vor kurzem niemand hätte vorstellen können. Das öffentliche Leben steht still, die Menschen sitzen verunsichert zuhause und blicken besorgt auf steigende Infektionszahlen und die sich rasch eintrübenden Prognosen der wirtschaftlichen Folgen.

„Wirtschaftliche Folgen“, das klingt abstrakt und unpersönlich, aber dahinter stecken der Buchladen um die Ecke, die Friseurin im Dorf  und hunderttausende Beschäftigte, die jetzt in Kurzarbeit geschickt werden. Die Politik arbeitet mit Hochdruck an Hilfspaketen, um diesen Menschen und den betroffenen Branchen unter die Arme zu greifen. Und das ist gut so.

Grüner Marshallplan

Milliarden sollen dafür in die Hand genommen werden, um Liquidität mit unkomplizierten Krediten zu sichern, Kurzarbeitergeld bereitzustellen und auch ganz schlicht mit Geld zu helfen. Doch neben diesen - quasi umweltneutralen - Soforthilfen werden auch weitreichende Konjunkturhilfen für Industrie und Konzerne diskutiert. Und diese Hilfen werden Deutschlands Zukunft prägen.

Richtig gestaltet können sie die Weichen stellen für die notwendige Transformation unseres Wirtschaftens und damit eine Win-Win-Situation für das Land bedeuten. Sie können Beschäftigung und Wertschöpfung fördern und gleichzeitig den Klimaschutz voranbringen, sie können Treiber der wirtschaftlichen Gesundung und die Grundlage für unseren langfristigen Wohlstand werden.

Ein klimafreundlicheres Land

Wäre es nicht tröstlich, im Rückblick könnten wir sagen, die Krise hatte auch ihr Gutes, denn die Wirtschaft ist danach grüner geworden? Es fällt schwer, in diesen unübersichtlichen und verunsichernden Tagen eine Chance für ein grüneres, gerechteres und dadurch auch zukunftsfähigeres Deutschland zu sehen. Aber es ist wichtig, alte Fehler nicht zu wiederholen. wir brauchen einen grünen Marshallplan.

Was dabei wichtig und möglich ist, haben Wissenschaftler des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) für Greenpeace in einer Kurz-Expertise zusammengetragen. Es sind erste Ideen für dringend nötige Impulse, um die Weichen in Richtung einer besseren, sauberen Zukunft zu stellen.

>>> Machen Sie mit: Fordern Sie einen grünen Wirtschaftsplan

Zukunft gestalten

Die Autoren schlagen Maßnahmen vor, mit denen sich die wahrscheinlichen Wirtschaftseinbußen und die Klimakrise gleichzeitig angehen lassen. Indem die Bundesregierung etwa den Ausbaudeckel bei Solaranlagen aufhebt oder private Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden fördert, verschafft sie Handwerk und Industrie Aufträge und sichert so Arbeitsplätze. Der niedrige Ölpreis sollte genutzt werden, um klimaschädliche Subventionen wie das Dieselprivileg abzubauen und so Finanzmittel zur Krisenbekämpfung zu sichern. Die derzeit bundesweit starke Nutzung von Homeoffice sollte wissenschaftlich begleitet werden, um mit den Erkenntnissen langfristig die Zahl von Dienstreisen und Arbeitswegen zu verringern.

In jeder Krise steckt eben auch eine Chance. Und bei allem gebotenen Respekt vor denen, die die Corona-Krise gerade durchbeutelt, egal ob gesundheitlich oder wirtschaftlich, wird Greenpeace sich dafür stark machen, diese Chance zu nutzen.

Corona-Krise: Grüner Marshallplan für Deutschland

Corona-Krise: Grüner Marshallplan für Deutschland

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