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Nominierte des Public Eye Award 2011, neste-oil
Erklärung von Bern / Greenpeace

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Sie fordern angesichts von Umweltsünden und Menschenrechtsverletzungen mehr Unternehmensverantwortung: Greenpeace Schweiz und die EVB decken seit 2000 als kritischer Kontrapunkt im Umfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) das übelste Unternehmen des Jahres exemplarisch auf. Die Verleihung des Schmähpreises fand heute in Davos statt.

Publikums-Liebling: Neste Oil

An der Online-Abstimmung haben sich dieses Jahr mehr als doppelt so viele Menschen wie 2010 beteiligt. Auf dem unrühmlichen Siegertreppchen stehen neben Neste Oil auch der Ölmulti BP mit 13.000 Stimmen und Tabakfirma Philip Morris mit knapp 8000 Votes.

Der finnische Agro-Treibstoffkonzern Neste Oil vertreibt unter der Bezeichnung Green Diesel europaweit Biodiesel aus Palmöl. Mit der steigenden Nachfrage nach dem grünen Gold treibt Neste Oil die Regenwaldzerstörung in Indonesien und Malaysia massiv voran und vernichtet damit die Heimat gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.

Ob diese Auszeichnung der Deutschen Lufthansa zu denken gibt? Das deutsche Unternehmen hat sich Neste Oil als neuen Kooperationspartner für ein umstrittenes Bio-Kerosin-Projekt gewählt. Mehr...

Jurypreis an AngloGold Ashanti

Auch der südafrikanische Bergbaukonzern AngloGold Ashanti bekam sein Fett weg - ihn wählte eine Expertenrunde für den Public Eye Global Award. Für den Goldabbau in Ghana werden täglich 6000 Tonnen Gestein gefördert, gemahlen und in Tanks mit Zyanid vermischt. Die hochgiftigen Minenabfälle treiben in Seen, Flüssen und Brunnen und vergiften die Menschen. Bei seiner Laudatio berichtet Daniel Owusu-Koranteng, Präsident der Betroffenenorganisation WACAM, es seien in konzerneigenen Wachhäusern verschiedentlich Anwohner gefoltert worden, wobei es auch schon Tote gab.

Die Rangliste und die langen Vergehenslisten der sechs nominierten Unternehmen finden Sie hier.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/protestmail-ifg-retten

Rettet die Informations-Freiheit!

Die geplante Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) beschneidet unser aller Recht, staatliches Handeln zu kontrollieren. Doch in der SPD gibt es Widerstand. Fordern Sie daher die Abgeordneten jetzt auf, diesen Angriff auf Demokratie und Transparenz zu stoppen.

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Illustration: Bundestag in einer schwarzen Box

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