Skip to main content
Jetzt spenden
Aktionsbild von Vertretern der Zivilgesellschaft vor dem G20-Gipfel in Hamburg
© Bodo Marks / Buendnis Protestwelle / Greenpeace

„G20-Protestwelle“: Gemeinsame Pressekonferenz zivilgesellschaftlicher Organisationen

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die G20 sind eigentlich eine gute Idee: So etwas wie zu viel internationale Zusammenarbeit könne es gar nicht geben, sagte Ernst-Christoph Stolper vom BUND heute Morgen bei einer Pressekonferenz in der Hamburger Greenpeace-Zentrale. Was daraus erwächst, steht auf einem anderen Blatt. Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Greenpeace, Campact, Mehr Demokratie und der DGB Nord, stellte bei der Veranstaltung seine Pläne für die „G20-Protestwelle“ in Hamburg vor: Am 2. Juli, dem Wochenende bevor die einflussreichsten Staatsoberhäupter der Welt zusammentreten, wollen Zehntausende Bürger die Politiker daran erinnern, dass sie die Chancen, die das Gipfeltreffen bietet, auch nutzen: für eine andere Politik, gegen ein „Weiter so“.

Dazu werden sie mit Booten auf der Hamburger Binnenalster demonstrieren, in der Innenstadt protestieren und den Tagungsort in ein Meer aus Bannern tauchen. Die Herausforderungen, die sich der Weltgemeinschaft stellen, sind schwierig und zahlreich – sie können nur gemeinsam gelöst werden, lautete die Botschaft vom Podium. Sie wird Anfang Juli durch ganz Hamburg klingen. Gemeint ist der Kampf gegen soziale Ungleichheit, für einen gerechten Welthandel und starke Demokratien weltweit.

Die größte Aufgabe: Klimaerhitzung aufhalten

Sweelin Heuss, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, erinnerte eindringlich an die größte Aufgabe der Staatengemeinschaft: den Kampf gegen den weltweiten Temperaturanstieg. „Die 20 stärksten Industriestaaten stoßen 80 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus und tragen damit die Hauptverantwortung für die globale Klimaerhitzung“, so Heuss.

Darum fällt es auch diesem exklusiven Klub der Regierungschefs zu, endlich die Weichen für eine saubere Zukunft zu stellen. Wer, wenn nicht sie? „Die Gruppe der 20 muss ihre Legitimation beweisen, indem sie geschlossen für Klimaschutz eintritt und das Pariser Abkommen konsequent umsetzt“, sagte Heuss weiter. „Das kann nur gelingen, wenn der mittelfristige Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht in Frage gestellt wird.“ Alleingänge à la Trump dürfe es darum nicht geben, kein „America First“, kein „China First“: Die Devise müsse „Planet Earth First“ lauten, sagte die Greenpeace-Geschäftsführerin.

Gewaltfreie Protestwelle

Planet Earth First

Planet Earth First

Der Protest am 2. Juli richtet sich demnach nicht gegen die G20 – allerdings gegen große Teile der Politik, die bislang von den mächtigsten Ländern der Welt betrieben wurde. Bei der Protestwelle verschafft sich die Zivilgesellschaft Gehör, lautstark, aber bunt und gewaltfrei. Sie spricht mit einer Stimme – ob das den G20 im Kampf für eine bessere Welt ebenfalls gelingt?

>>> Weitere Informationen finden Sie hier: www.g20-protestwelle.de

  • Aktionsbild von Vertretern der Zivilgesellschaft vor dem G20-Gipfel in Hamburg

    Warmlaufen für den Juli

    Überspringe die Bildergalerie
  • Von links nach rechts: Ernst-Christoph Stolper (BUND), Sweelin Heuss (Greenpeace), Uwe Polkaehn (DGB Nord), Clara Buer (Greenpeace, Moderation), Christoph Bautz (Campact) und Helena Peltonen (Mehr Demokratie Hamburg).

    Pressekonferenz zur G20-Protestwelle

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

"NOT FOR SALE” Banner auf einem Plakat  mit der Weltkugel zur Klimaschutzkonferenz 2021 in Glasgow

Rückblick und Ausblick

  • 17.11.2021

Die Klimakonferenz in Glasgow ist zu Ende. Ob sie eine neue Dynamik entwickelt, wird auch die kommende Bundesregierung zeigen.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

Wirtschaftlicher Teufelskreis

  • 16.11.2021

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch der geplante Handelsvertrag zwischen Europa und Südamerika gefährdet ihn weiter.

mehr erfahren
Aufbau eines Tiny Houses

Zuhause

  • 12.11.2021

Weniger ist mehr – wie wir uns vom Überfluss in den eigenen vier Wänden befreien können.

mehr erfahren
Portraits Klimabeschwerdeführer

Klimapolitik vor Gericht

  • 12.11.2021

Neun junge Menschen halten die deutschen Klimaschutzmaßnahmen für unzureichend und ziehen vor das Bundesverfassungsgericht. Greenpeace unterstützt die Verfassungsbeschwerde.

mehr erfahren
Deutschlandkarte Make-Smthng-Week

Systemwandel selbermachen

  • 12.11.2021

Vom 19. bis zum 28. November findet erneut die MAKE SMTHNG-Woche statt. Maker:innen zeigen deutschlandweit, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist – und Spaß macht.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren