Skip to main content
Jetzt spenden
Demonstranten vor dem Europäischen Gerichtshof fordern "Stopp TTIP"
Jourdain / StopTTIP Luxembourg

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

„Stop TTIP“, das Bündnis aus über 290 europäischen Bürgerorganisationen, reichte heute Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg ein. Gegenstand der Klage: Die EU-Kommission in Brüssel hatte die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen die Handelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) nicht zugelassen.

Aus Sicht von „Stop TTIP“ eine fragwürdig begründete und politisch motivierte Entscheidung. Deshalb versucht das Bündnis nun auf zwei Wegen, die Bürgerinitiative umzusetzen: Einerseits auf dem zeitaufwendigen Rechtsweg, andererseits arbeitet die EBI selbstorganisiert  auch ohne den Segen der EU Kommission.

Unterstützung bekamen die Kläger von rund hundert Demonstranten vorm Europäischen Gerichtshof, unter ihnen auch Greenpeace Luxemburg. Denn die Klage hat große Relevanz; es geht um mehr als die Handelsabkommen.

„Bei den Verhandlungen internationaler Verträge  will die EU-Kommission die Bürgerinnen und Bürger komplett aussperren“, kritisiert Martina Holbach von Greenpeace Luxemburg „Denn solange noch verhandelt wird, darf sich die Bevölkerung nicht einmischen. Und wenn die Verträge erst auf dem Tisch liegen, ist es zu spät. Diese Rechtsauffassung würde auch viele künftige EBIs zu zahnlosen Papiertigern machen. Deshalb klagen wir vor dem EuGH auch für weitere Europäische Bürgerinitiativen.“

Gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA werde man sich weiter wehren, so Holbach. „Die Brüsseler Arroganz gegenüber Europas Bürgerinnen und Bürgern ist nicht hinnehmbar!“

Seit Anfang Oktober besteht die Möglichkeit, online wie offline die Stimme zu erheben. Mit ihrer Unterschrift können Teilnehmer die Institutionen der Europäischen Union und ihre Mitgliedsstaaten dazu aufzufordern, „die Verhandlungen mit den USA über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu stoppen, sowie das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada nicht zu ratifizieren“.

Auch Greenpeace unterstützt die selbstorgansierte EBI –  genau wie 860.000 Menschen, die sich bisher online gegen die Abkommen gewandt haben.

Infografik TTIP

Infografik TTIP

1 | DIN A4

221.13 KB

Herunterladen

Mehr zum Thema

Zwei Menschen auf Fahrrädern auf einem Radweg

Mobilität bei Greenpeace

  • 23.11.2022

Wie oft und auf welche Weise wir alle uns fortbewegen, hat großen Einfluss auf das Klima.

mehr erfahren
Aktivist:innen pflanzen eine ca. acht Meter hohe Stieleiche an das Ausbauende der umstrittenen A49 in Hessen.  Auf einem Banner steht "Wald statt Asphalt"

Erklärung zur Debatte um die Kriminalisierung von Klimaprotesten

  • 14.11.2022

Gemeinsame Erklärung der Umweltverbände BUND, Campact, DNR, Germanwatch, Greenpeace, Nabu und WWF zur aktuellen Debatte über Formen von Klimaprotest.

mehr erfahren
Abholzung von Wäldern für die Landwirtschaft in der Provinz Chaco, Argentinien

Handel auf Kosten der Umwelt

  • 11.05.2022

Handelsabkommen setzen wirtschaftliche Interessen über die von Umweltschutz. Nachhaltigkeitsbewertungen sollen das verbessern, doch eine aktuelle Greenpeace-Studie übt Kritik am aktuellen Modell.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren
Gianna Martini, Greenpeace-Kampagnerin

Zukunft wählen wir zusammen

  • 20.07.2021

Greenpeace will mit „Vote4me“ die Generationen ins Gespräch bringen. Im Interview erklärt Soziologin Gianna Martini, wie man mit Zuhören das Klima rettet.  

mehr erfahren
Demonstration in Berlin für den Beitritt Deutschlands zum UN-Vertrag über das Verbot von Nuklearwaffen

Nukleare Abrüstung jetzt!

  • 05.07.2021

2021 ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft getreten. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, diesen Meilenstein des Völkerrechts zu unterzeichnen. 

mehr erfahren