Greenpeace erinnert an Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren

Botschafter*innen des Friedens

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa setzen Greenpeace-Ehrenamtliche ein Zeichen für Frieden und Abrüstung.

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Frieden liegt in der Luft – oder besser gesagt, er erstrahlt vom Greenpeace-Gebäude in der Hamburger HafenCity. In Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren bilden die erleuchteten Fenster der Hamburger Zentrale das Wort „Peace“.

Der 8. Mai 1945 markierte das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und des Terrors, den das nationalsozialistische Deutschland über Europa und seine Grenzen hinaus gebracht hat. „Der heutige Tag ist auch eine Mahnung für die Gegenwart“, sagt Greenpeace-Abrüstungsexperte Alexander Lurz. „Deutschland ist längst nicht die europäische Friedensmacht, die es aufgrund seiner historischen Verantwortung sein sollte. Durch Rüstungsexporte an Diktaturen und in Kriegsgebiete hält Deutschland die Kriege von heute am Leben und bereitet den Boden für die Kriege von morgen“,

Gegen Rüstungsexporte und Militarisierung sprechen sich auch Greenpeace-Ehrenamtliche aus. In der Woche um den 8. Mai haben sie gebastelt und gemalt, um sich auch in Zeiten von Corona für den Frieden einzusetzen. 

Vom Sofa aus für den Frieden einsetzen – das geht! In Zeiten von Corona übersenden Ehrenamtliche ihre Friedensbotschaften aus ganz Deutschland.

Peace please! Gemeinsam mit unseren Ehrenamtlichen fordern wir 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges: Deutschland muss endlich aufhören, Waffen in Drittländer, Kriegs- und Krisengebiete zu liefern.

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Greenpeace-Ehrenamtliche setzen sich für eine bunte, diverse Friedensbewegung ein.

Sie steht weltweit für Frieden und ziert auch unsere Hamburger Zentrale in der HafenCity – die Friedenstaube. Wir freuen uns über alle Ehrenamtlichen, die zum heutigen Tag Friedenstauben gebastelt haben.

Basteln für den Frieden – mit dieser Videoanleitung könnt ihr/können Sie eine Friedenstaube ganz einfach selbst falten: https://youtu.be/4NdJ0RzFTSc.

Ein grüner Frieden – nicht nur die Übersetzung unseres Namens, sondern auch unser langfristiges Ziel. Denn ohne Frieden gibt es keinen Umweltschutz und ohne Umweltschutz langfristig keinen Frieden.

Einen grünen Frieden wachsen lassen – 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa säen internationale Kooperation und Solidarität die Basis für ein friedliches Miteinander.

Die Aufrüstungsspirale der Bundesregierung ist irrwitzig. 2019 hatte Deutschland den siebtgrößten Militärhaushalt weltweit. Denn: Mit Waffen lassen sich die globalen Herausforderungen wie Pandemien und die globale Erwärmung nicht lösen.

Ein Leben in Frieden sollte für alle Menschen auf der Welt möglich sein. Doch als viertgrößter Waffenexporteur weltweit hält Deutschland aktuelle Kriege wie den Jemenkrieg am Leben. Greenpeace fordert deswegen ein Rüstungsexportverbot in Drittländer, Krisen- und Kriegsgebiete.

„Wir brauchen ein neues Verständnis von Sicherheit“, so Lurz.Die Corona-Krise zeigt uns, dass wir tatsächliche globale Bedrohungen wie Pandemien und die globale Erwärmung nur solidarisch lösen können. Den heutigen Tag sollte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer deshalb zum Anlass nehmen, die geplanten Militärausgaben drastisch zu reduzieren. Stattdessen sollten diese Steuergelder in eine grüne Wirtschaft, Gesundheitsschutz und zivile Krisenprävention investiert werden.“

Greenpeace setzt sich ein für das friedliche Lösen von Konflikten, die Erhaltung demokratischer Rechte, ein Verbot von Rüstungsexporten in Drittländer, Krisen- und Kriegsgebiete sowie weltweite atomare Abrüstung und Umweltschutz.

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