Meeresströmungen im Nordpazifik

Meeresströmungen werden hauptsächlich durch Temperaturunterschiede und unterschiedliche Salzgehalte des Meerwassers erzeugt. Je salzhaltiger oder kälter das Wasser ist, desto größer ist seine Dichte und somit ist kaltes oder salzreicheres Wasser schwerer als warmes oder salzärmeres. Allerdings liefert auch die Windreibung an der Oberfläche des Meeres einen entscheidenden Faktor.
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Die Unterschiede der Wasserdichte wirken bei vertikalen Strömungen als Treiber. Warme Meeresströmungen bewegen sich immer vom Äquator weg entlang der Ostküsten der Kontinente, kalte zum Äquator hin entlang der Westküsten der Kontinente. Die Meeresströmungen existieren nicht nur oberflächlich, auch tiefere Wasserschichten werden angetrieben.

Der Nordpazifische Strom ist ein langsamer, warmer Strom, der von Westen nach Osten im Nordpazifik fließt. Er formt sich aus dem Zusammenfluss des Kuroshio- und Oyashio-Stroms. Der Kuroshio-Strom ist mit einem Transportvolumen von 50 Millionen Kubikmetern Wasser pro Sekunde einer der stärksten der Welt. Der Hauptteil strömt östlich an Japan vorbei und trifft vor der Nordwestküste Japans mit dem aus Norden kommenden kalten subarktischen Oyashio-Strom zusammen.

Der Oyashio-Strom läuft südwärts und zirkuliert gegen den Uhrzeigersinn. Zusammen bilden die beiden Strömungen den Nordpazifikstrom, welcher über dem Pazifik Richtung Westküste Nordamerikas fließt. Im östlichen Nordpazifik wird der Nordpazifikstrom schwächer und teilt sich in den nordwärts laufenden Alaska-Strom und den südlich verlaufenden Kalifornien-Strom. Weiter südlich vereinigt sich der aus Norden kommende kalte Kalifornienstrom mit dem westwärts laufenden pazifischen Nordäquatorialstrom welcher das Wasser dem Kreislauf zurückführt und vor der Küste Japans wieder zur Kuroshio-Strömung wird.

Mittlerweile gibt es von Wissenschaftlern aus Kiel und aus Toulouse bereits die ersten Computersimulationen zur Ausbreitung der Radioaktivität im Pazifik.

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