Jetzt spenden
Greenpeace-Aktivisten protestieren vor dem Holstentor in Lübeck
Bente Stachowske - Greenpeace

Deutschlandweiter Arktis-Aktionstag

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In fünfzig Städten haben Greenpeace-Aktivisten am 20.07.2013 gegen das Arktis-Projekt des Ölkonzerns Shell protestiert. Die Aktivisten haben dazu Schilder mit der Aufschrift „Wäre hier Öl, Shell würde bohren!“ an bis zu zwei Meter hohe Holzpfeile montiert und diese in der Nähe von Sehenswürdigkeiten in ihren jeweiligen Städten aufgestellt.

Im Rahmen eines Fotoprojekts können sich Bürger und Bürgerinnen an der Protestaktion beteiligen und ein Foto mit „Wäre hier Öl“-Schild in eine Online-Galerie hochladen. Die Leitidee hinter dem Fotoprojekt: Wer so verrückt ist, in der Arktis nach Öl zu bohren, dem ist alles zuzutrauen.

Shell bekommt Risiken in der Arktis nicht in den Griff

Die Aktivisten haben Passanten überdies mit Infomaterial auf Shells beispiellose Pannenserie (s. dazu die unter diesem Text eingebettete Chronik) aus dem letzten Jahr aufmerksam gemacht: Unabhängig voneinander strandeten sowohl das von Shell eingesetzte Bohrschiff „Noble Discoverer“ als auch die Bohrplattform „Kulluk“ an der Küste Alaskas. Shells Notfall-Ausrüstung für einen Ölunfall ist bei Tests durch die US-Küstenwache durchgefallen. Eine Untersuchung durch das US-Innenministerium kam im März zu dem Schluss, dass Shell sein Bohrprogramm gestartet habe, ohne über die nötige Ausrüstung zu verfügen.

Die beiden Bohreinheiten befinden sich derzeit zu Reparaturarbeiten in asiatischen Werften, Shells Arktis-Projekt pausiert. An seinen Plänen will Shell jedoch nach wie vor festhalten. Vor kurzem hat sich das Unternehmen mit dem russischen Ölgiganten Gazprom darüber verständigt, gemeinsam in der Russischen Arktis nach Öl zu bohren. Das Unternehmen dürfte dort von den laxeren Umweltauflagen und der weit verbreiteten Korruption profitieren.

Auf der Seite savethearctic.org haben weltweit knapp 3,5 Millionen Menschen die Greenpeace-Petition für ein Arktisschutzgebiet unterschrieben. Bei einer Online-Demo gegen Shells Arktis-Projekt sind darüber hinaus weltweit bereits über 160.000 Twitter- und Facebook-Meldungen eingegangen.

  • Greenpeace-Aktivisten am Aktionstag in Lübecker Innenstadt

    Greenpeace-Aktivisten am Aktionstag in Lübecker Innenstadt

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/tiefsee

SOS für die Tiefsee

In der Tiefsee soll Unfassbares passieren: Für den Abbau von Metallen und seltenen Erden soll der Meeresgrund durchfräst und so einzigartige Ökosysteme zerstört werden. Fordern Sie die Bundesregierung auf, sich klar für ein Moratorium auszusprechen!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
SOS Tiefsee

Mehr zum Thema

Sea Anemone (Urticina crassicornis) in the Arctic

Kritische Rohstoffe: Tiefseeraubbau unnötig

Kritische Mineralien sind rar. Trotzdem braucht es für die Energiewende keine Ausbeutung der Tiefsee, das zeigt eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace.

mehr erfahren über Kritische Rohstoffe: Tiefseeraubbau unnötig
Zwei Aktive von Greenpeace mit Banner "Stoppt den Tiefseebergbau" und pinker Krake vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

Raubbau an der Tiefsee

Bei der ISA-Vollversammlung 2025 herrschte beim Tiefseeschutz Blockade statt Bewegung. Statt endlich einen überfälligen Schritt in Richtung Tiefseeschutz zu gehen, hat die ISA ihre Verantwortung erneut vertagt.

mehr erfahren über Raubbau an der Tiefsee
Greenpeace-Meeresexpertin Franziska Saalmann mit Fernglas auf der Schiffsbrücke

Einsatz für Tiefseeschutz

Erneut war Greenpeace mit dem Schiff Witness in der Arktis unterwegs, um das von Norwegen für Tiefseebergbau vorgesehene Gebiet zu untersuchen und sich für seinen Schutz einzusetzen.

mehr erfahren über Einsatz für Tiefseeschutz
Walflosse ragt aus dem Ozean

Norwegen stoppt vorerst Tiefseebergbau - Wale in der Arktis atmen auf

Die Norwegische See ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Nach starkem Protest stellt Norwegen seine Tiefseebergbau-Pläne vorerst ein. Dies ist auch ein wichtiger Erfolg für die Wale der Arktis. Ihr Schutz ist dennoch noch nicht dauerhaft gesichert.

mehr erfahren über Norwegen stoppt vorerst Tiefseebergbau - Wale in der Arktis atmen auf
Ground Mural to celebrate Global Ocean Treaty in Berlin

Globaler Ozeanvertrag

Mit einer Kunstaktion feiert Greenpeace das Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens am 17. Januar 2026 – ein Meilenstein und Auftrag an Deutschland.

mehr erfahren über Globaler Ozeanvertrag
Greenpeace projiziert Botschaften von Menschen aus aller Welt auf den Svea-Gletscher in Spitzbergen. Mit Videos fordern Prominente wie der schwedische Schauspieler Gustaf Skarsgård und die südafrikanische Schauspielerin Amanda du-Pont den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre auf, die Pläne für den Tiefseebergbau in den arktischen Gewässern Norwegens zu stoppen.

Tiefseebergbau in der Arktis?

Ein Erfolg für die Artenvielfalt: Norwegen legt Tiefseepläne auf Eis bis Ende 2029.

mehr erfahren über Tiefseebergbau in der Arktis?