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Verhaftungen bei Protest gegen Bush-Klimakonferenz

Nach einer knapp einstündigen Protestdemonstration sind am Donnerstag in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington rund 50 Greenpeace-Aktivisten verhaftet worden. Die Aktivisten hatten gegen die Klimakonferenz des US-Präsidenten George W. Bush protestiert. Auf einem über vier Meter hohen Banner war zu lesen: Bush: Der falsche Weg bei der globalen Erwärmung.

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Bush hatte Vertreter der 16 größten Treibhausgasproduzenten weltweit zu der Klimakonferenz eingeladen. Sie dient im Grunde jedoch nur als Ablenkungsmanöver. Am Montag hatten sich schon die Vereinten Nationen (UN) in New York mit dem Thema Klima befasst. Die UN bereitet sich auf eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Klimaprotokoll vor. Dazu wird im Dezember eine große internationale Konferenz auf der indonesischen Insel Bali stattfinden.

Wir sind hier, um gegen diesen Mummenschanz zu protestieren, sagte John Passacantando, Geschäftsführer von Greenpeace USA, der sich unter den Verhafteten befindet. Präsident Bush versucht die Welt in die falsche Richtung zu drängen, wenn es um die globale Erwärmung geht. Diese Konferenz ist nichts anderes als eine Propaganda-Aktion.

Der Klimaexperte von Greenpeace USA, Christopher Miller, ergänzt: Hier geht es nur ums Debattieren. Die Bush-Regierung ist weit davon entfernt, zur Tat zu schreiten. Diese Konferenz soll lediglich berechtigte Kritik verhindern. Kritik daran, dass Bush sich weigert eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen einzuführen oder auch nur Emissionsobergrenzen. Das Treffen wurde mit geheuchelter Besorgnis über die globale Erwärmung einberufen. Doch die USA sind einer von nur zwei Staaten bei diesem Treffen, die das Kyoto-Klimaprotokoll nicht unterzeichnet haben.

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