Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

USA streichen CO2 aus Emissionsbericht

Der neue Jahresbericht der amerikanischen Behörde für Umweltschutz (EPA) über die Luftverschmutzung in den USA enthält zum ersten Mal seit sechs Jahren kein Kapitel zur globalen Klimaerwärmung. Die Entscheidung für diese Streichung fiel laut New York Times an höchster Stelle: Spitzenvertreter der Behörde fällten sie mit Zustimmung des Weißen Hauses, obwohl US-Präsident Bush das Stoppen des Klimawandels zu einem Hauptanliegen seiner Regierung erklärt hat.

Begründet wird die Auslassung damit, dass in diesem Jahr bereits zwei Klimaberichte herausgegeben worden seien. Außerdem solle der Jahresbericht vorwiegend Schadstoffe aufführen, die eine direkte Bedrohung von Menschen und Ökosystemen darstellten - beispielsweise Blei, Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid. Die meisten dieser Emissionen sind in den letzten zehn Jahren stark reduziert worden.

Im Gegensatz dazu ist die freigesetzte Menge des Treibhausgases Kohlendioxid im vergangenen Jahr in den USA sogar angestiegen. Vertreter der Kohle-, Öl- und Autoindustrie lobten die Entscheidung, die Luftverschmutzung durch CO2 im Jahresbericht nicht zu erwähnen. Jeremy Symons von der National Wildlife Federation dagegen sagte, die Zensoren des Weißen Hauses können die globale Erwärmung zwar aus diesem Bericht verschwinden lassen, als ernste Gefahr für unsere Umwelt verschwindet sie dadurch aber nicht.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Studie E-Autos: englische Langfassung

Elektroautos sind wichtig, damit der Verkehrssektor seine Klimaziele schafft. Doch welche Fördermaßnahmen helfen am besten, den Anteil von E-Autos wirklich zu erhöhen? Das untersucht diese Greenpeace-Studie des Berliner Umweltforschungsinstituts Ecologic.

Studie zu E-Autos

Elektroautos sind ein wichtiger erster Schritt, damit der Verkehrssektor seine Klimaziele schafft. Doch welche Fördermaßnahmen helfen am besten, den Anteil von E-Autos wirklich zu erhöhen? Das untersucht diese Greenpeace-Studie des Berliner Umweltforschungsinstituts Ecologic.

Mehr zum Thema

Schluss mit Baggern!

Trotz Kohleausstieg rücken RWEs Kohlebagger täglich näher an den Hambacher Wald und die bedrohten Dörfer. Dabei wollen die Menschen das nicht, zeigt eine Umfrage von Greenpeace.

Geburtshelfer für E-Mobilität

In Norwegen läuft's: Dort werden inzwischen mehr E-Autos zugelassen als Diesel und Benziner. Mit welchen Förderungen sich das erreichen lässt, untersucht eine Greenpeace-Studie.