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Sigmar Gabriel tritt auf dem Klimagipfel an

Am Mittwochabend hält Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf der UN-Klimaschutzkonferenz in Nairobi seine Antrittsrede. Den Redetext kommentiert vorab Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne. Sie fordert Gabriel auf, in Nairobi den Schalter umzulegen. Deutschland müsse mit dem Ziel vorangehen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

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Deutschland hat eine große Verantwortung: Als größter europäischer Verursacher von Treibhausgasen muss es Vorbild und Zugpferd für den internationalen Klimaschutz sein. Es darf sich jetzt nicht hinter der EU verstecken. Mit dem Reduktionsziel 40 Prozent bis 2020 muss es die klimaschutzmüden EU-Länder im Osten und Süden mitreißen.

Von Goerne gibt Sigmar Gabriel Recht, wenn er sagt, dass ab Ende nächsten Jahres darüber verhandelt werden muss, wie es mit dem Klimaschutz nach 2012 weitergehen soll. Die Erderwärmung toleriert keinen weiteren Aufschub. Sigmar Gabriel muss dafür kämpfen, dass jetzt in Nairobi ein Arbeitsprogramm für das kommende Jahr verabschiedet wird, dem ein offizielles Mandat für den Beginn von Verhandlungen auf der nächsten Klimakonferenz folgen muss.

Mit diesem Ergebnis nach Hause zu kommen, wäre ein großer Erfolg für den Umweltminister. Allerdings müssten dem Erfolg auch Taten folgen. Von Goerne: In Deutschland hat sich Gabriel beim Klimaschutz noch nicht mit Ruhm bekleckert. Er verschenkt Verschmutzungsrechte in Milliardenhöhe an Energiekonzerne und akzeptiert den Bau klimazerstörender Braunkohlekraftwerke. Seine wohlklingenden Sonntagsreden und seine Taten zu Hause klaffen weit auseinander.

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