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Nichtssagende Klimarhetorik der G8-Staaten

Der Entwurf der Abschluss-Erklärung für das G8-Gipfel-Treffen in Heiligendamm im Juni ist am Freitag vorab bekannt geworden. Eine Bereitschaft, das Problem der Klimaerwärmung anzupacken, lässt sich daraus nicht erkennen.

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Wer sich angesichts der wachsenden Erkenntnis über den Klimawandel und seine Folgen erhofft hat, die Industrieländer würden nun zügig handeln, wird von diesem Entwurf enttäuscht, sagt Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid. Mit seiner Klimarethorik reiht er sich in die Serie nichtssagender G8-Gipfel-Dokumente nahtlos ein - schöne Worte ohne konkrete Ziele und ohne verbindliche Zusagen.

Die G8-Staaten sind heute für 43 Prozent des weltweiten energiebedingten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Entgegen ihrer eigenen Zusagen in Kyoto, ihren Treibhausgas-Ausstoß zu senken, haben sie ihn aber seit 1990 um 6,3 Prozent auf 11,7 Milliarden Tonnen CO2 gesteigert.

Das Dokument erwähnt nicht einmal die besondere Verantwortung der Industriestaaten, die einen Großteil des klimaschädlichen Kohlendioxids ausstoßen, kritisiert Smid. Ein Armutszeugnis für die reichen Staaten.

Der bekannt gewordene Entwurf erwähnt zwar, dass die globale Erwärmung auf unter zwei Grad begrenzt werden muss, doch schweigt er zu entscheidenden Maßnahmen. Nur eine Kehrtwende in der Energiepolitik, die die fossilen Energieträger aufgeben muss, führt zu einer Lösung des Klimaproblems.

Smid: Bundeskanzlerin Angela Merkel muss beim Gipfel in Heiligendamm eine aktive Klimaschutzpolitik fordern. Sie kann aber nur überzeugen, wenn sie in Deutschland selbst die notwendigen Schritte unternimmt. Dazu muss sie zügig Maßnahmen ergreifen, mit denen die Treibhausgase in Deutschland um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 verringert werden.

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