Jetzt spenden
Braunkohle-Kraftwerke Neurath

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wer sich angesichts der wachsenden Erkenntnis über den Klimawandel und seine Folgen erhofft hat, die Industrieländer würden nun zügig handeln, wird von diesem Entwurf enttäuscht, sagt Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid. Mit seiner Klimarethorik reiht er sich in die Serie nichtssagender G8-Gipfel-Dokumente nahtlos ein - schöne Worte ohne konkrete Ziele und ohne verbindliche Zusagen.

Die G8-Staaten sind heute für 43 Prozent des weltweiten energiebedingten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Entgegen ihrer eigenen Zusagen in Kyoto, ihren Treibhausgas-Ausstoß zu senken, haben sie ihn aber seit 1990 um 6,3 Prozent auf 11,7 Milliarden Tonnen CO2 gesteigert.

Das Dokument erwähnt nicht einmal die besondere Verantwortung der Industriestaaten, die einen Großteil des klimaschädlichen Kohlendioxids ausstoßen, kritisiert Smid. Ein Armutszeugnis für die reichen Staaten.

Der bekannt gewordene Entwurf erwähnt zwar, dass die globale Erwärmung auf unter zwei Grad begrenzt werden muss, doch schweigt er zu entscheidenden Maßnahmen. Nur eine Kehrtwende in der Energiepolitik, die die fossilen Energieträger aufgeben muss, führt zu einer Lösung des Klimaproblems.

Smid: Bundeskanzlerin Angela Merkel muss beim Gipfel in Heiligendamm eine aktive Klimaschutzpolitik fordern. Sie kann aber nur überzeugen, wenn sie in Deutschland selbst die notwendigen Schritte unternimmt. Dazu muss sie zügig Maßnahmen ergreifen, mit denen die Treibhausgase in Deutschland um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 verringert werden.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Kein Recht auf Verbrenner!

Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Kläger:innen mit Ihrer Unterschrift

Klage unterstützen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Datum

Mehr zum Thema

Greenpeace verklagt EU-Kommission wegen Taxonomie
  • 18.04.2024

Greenpeace hat vor einem Jahr gegen die EU-Taxonomie, die Investitionen in Gas- und Atomenergie als „grün“ labelt, Klage eingereicht.

mehr erfahren
Protest against Climate Protection Law - Berlin
  • 16.04.2024

Das Klimaschutzgesetz war die größte klimapolitische Errungenschaft der SPD. Nun hat die Ampel es brutal zurechtgestutzt. Die "Fortschrittskoalition" schaltet beim Klimaschutz in den Rückwärtsgang. 

mehr erfahren
Swiss Senior Women for Climate Protection verdict at ECHR
  • 09.04.2024

Die KlimaSeniorinnen Schweiz haben in Straßburg einen historischen Sieg errungen: Der Europäische Gerichtshof gab ihnen Recht, dass Klimaschutz Staatspflicht ist.

mehr erfahren
Korallen im Seringapatam-Riff, Australien
  • 12.03.2024

Die Ozeane haben bislang etwa 80 Prozent der Wärme aufgenommen, die wir dem Klimasystem zugeführt haben. Die Erwärmung reicht bis in eine Tiefe von 3.000 Metern. Das bringt die Meere aus dem Takt.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009
  • 20.02.2024

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2023: 4,3 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren
Sumpf im Vodlozero National Park in Russland
  • 29.01.2024

Sie speichern gigantische Mengen CO2: Wälder, Meere, Böden. Welche Rolle spielen diese Kohlenstoffsenken im Kampf gegen die Klimakrise?

mehr erfahren