Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Merkels Aktionsplan - reine Klimaschutz-Rhetorik

Bundeskanzlerin Angela Merkel will das EU-Gipfeltreffen im März nutzen, um einen ehrgeizigen Aktionsplan zum Klimaschutz durchzusetzen. Doch dieser Aktionsplan ist eine reine PR-Maßnahme. Frau Merkels konkretes Handeln steht unter dem Motto Nach mir die Sintflut.

  • /

Merkels Vorschläge, den Kohlendioxidausstoß bis 2050 in den Industrieländern um 60 bis 80 Prozent zu reduzieren, hören sich zwar erst mal nicht schlecht an. Ohne verbindliche Ziele für die entscheidenden nächsten Jahre sind sie aber völlig sinnlos, kommentiert Greenpeace-Energieexperte Jörg Feddern.

Um die schlimmsten Auswirkungen der Klimazerstörung aufzuhalten, bleiben uns nur noch zehn bis 15 Jahre Zeit. Das haben Klimaforscher mehrfach klar zum Ausdruck gebracht. Wichtig ist jetzt, dass sich die EU bei ihrem Frühjahrsgipfel in Brüssel zu einer Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um 30 Prozent bis 2020 verpflichtet.

Feddern: Deutschland muss vorangehen und sich seinerseits auf 40 Prozent Reduzierung ohne Wenn und Aber verpflichten. Wir brauchen jetzt einen konkreten Aktionsplan mit verbindlichen Maßnahmen wie zum Beispiel einem Verbot von neuen Braunkohlekraftwerken.

Publikationen

Hintergrund: Für eine Welt ohne Klimachaos

Der Klimawandel ist die größte Bedrohung der Menschheit. Wissenschaftler warnen, dass die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 um bis zu sechs Grad steigen wird, wenn wir uns nicht ändern. Das Wettersystem, wie wir es heute kennen, würde kollabieren. Das müssen wir verhindern!

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Last Exit Klimaschutz

Die Bundesregierung muss ihr Klimaschutzgesetz nachbessern. Aber reicht, was an Vorschlägen im Raum steht? Greenpeace-Aktive fordern von der Bundeskanzlerin mehr.

Klimaschutz im Verfassungsrang

Das Klimaschutzgesetz muss die Zukunft unserer Kinder schützen, sagt die Justiz. Was dazu erfüllt sein muss, schreibt Greenpeace der Bundesregierung in einem offenen Brief.

Ein historisches Urteil

Das Klimaschutzgesetz ist in Teilen verfassungswidrig, die Politik muss dringend nachbessern. Das Bundesverfassungsgericht hat heute ein bahnbrechendes Urteil verkündet.