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G8-Gipfel: USA mauern beim Klimaschutz

Zum ersten Mal werden sich die Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten auf einem G8-Gipfel ab Mittwoch im schottischen Gleneagles mit einem Umweltthema auseinandersetzen. Ärger ist dabei vorprogrammiert, denn Ausrichter Tony Blair möchte die USA endlich zu Einsparungen beim Energieverbrauch verpflichten, um das Klima zu schützen. Eine entsprechende Erklärung, die beim Gipfel verabschiedet werden soll, haben die USA allerdings bereits im Vorfeld erheblich verwässert.

Wenn sich Bush auf dem Gipfel aus alter Verbundenheit zu Tony Blair tatsächlich zur Unterzeichnung der Erklärung bereitfindet, wird dies daher kaum Konsequenzen haben. Eine Erklärung, die den Ausstoß von Treibhausgasen zum Hauptgrund für die globale Erwärmung erklärt, wird es mit den Amerikanern nicht geben.

Keine Erklärung abzugeben wäre besser als der faule Kompromiss, der sich jetzt abzeichnet, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Görne. Um das Klima zu schützen, brauchen wir verbindliche Reduktionsziele für Treibhausgase und die müssen von allen eingehalten werden, auch von den USA.

Deren Weigerung beim Klimaschutz ist auch für das zweite große Thema des Gipfels von Bedeutung, der finanziellen Hilfe für Afrika. Denn finanzielle Unterstützung als klassische politische Maßnahme reicht nicht mehr aus, wenn die Klimakatastrophe als erhebliches Problem für Afrika ignoriert wird. So stellt Greenpeace in einer Koalition von 18 Hilfs- und Umweltorganisationen in dem Bericht Africa - Up in Smoke fest, dass der Kontinent wesentlich anfälliger für Wetterextreme ist als viele andere Regionen der Welt.

Wenn sich die USA also einer starken internationalen Klimapolitik verweigern, ihr Weiter so verteidigen und weiterhin die meisten Treibhausgase in die Luft blasen, machen sie sich an Afrika und seinen Menschen schuldig, egal was sie ansonsten an wohlklingenden Hilfsmaßnahmen in Aussicht stellen.

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