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Weltweite Wetterextreme bedrohen Menschen

Eine Million Amerikaner sind auf der Flucht vor dem Hurrikan Charley, einem der voraussichtlich stärksten Hurrikans in Florida der letzten Jahrzehnte. Verrammelte Fensterläden und kilometerlange Autoschlagen, es spielen sich Szenen ab, wie im Klimathriller The Day After Tomorrow von Roland Emmerich.

Karsten Smid, Greenpeace-Klimaexperte, erklärt dazu: Mit der Erderwärmung steigt die Verdunstung über den Ozeanen. Stärkere Tiefdruckgebiete bilden sich aus. Die Energie entlädt sich dann in Hurrikans. Hurrikans hat es schon immer gegeben, aber die Bedrohung durch besonders zerstörerische Hurrikans nimmt zu.

Weltweit dokumentieren Wissenschaftler Veränderungen des Klimas. Wir bekommen diese Vorgänge meist nur durch Berichte über Hochwasser, Gletscherabbrüche oder Dürreperioden mit. Als gemeinsame Ursache kommt der globale Klimawandel in Betracht. Erst am Freitagmorgen fegte ein Taifun über Ostchina hinweg, mehr als 460.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, über einhundert Personen starben.

Wie kann der CO2-Ausstoß minimiert werden?

Zwei US-Klimaforscher der Universität in Princeton behaupten, dass die globale Erwärmung, hervorgerufen durch den weltweiten CO2-Ausstoß, bereits mit heutigen Techniken stabil gehalten werden kann. Das ist das Fazit ihres Berichts, den sie in dem renommierten Fachblatt Science veröffentlicht haben.

In ihrer Studie schlagen die Wissenschaftler fünfzehn klimafreundliche Maßnahmen vor, darunter der Einsatz von Wind- und Solarenergie. Energiesparende Fahrzeuge und Gebäude zählen ebenfalls zu den Klima schonenden Mitteln der Zukunft. Aber auch Atomenergie wird in der Studie als wirksames Mittel gegen die globale Erwärmung aufgeführt.

Finanziell gefördert wurde die amerikanische Studie unter anderem von BP und der Ford Motor Company. Smid: Es verwundert, dass in den Chefetagen von BP und Ford nicht zuerst an den Autoverkehr gedacht wird. Bei US-amerikanischen Autos ist das Sparpotential astronomisch.

Das Greenpeace Magazin beschäftigt sich in der Ausgabe 4/04 ebenfalls mit dem Klimawandel und Möglichkeiten, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Dabei werden auch skurrile Vorschläge einer eingehenden Betrachtung unterzogen: Spiegel im All, Golfbälle im Meer oder das Verpressen und Versenken von CO2 - all diese Methoden führen zu keiner zufriedenstellenden Lösung.

Zu Atomkraft schreibt das Magazin: Teufel Klimawandel wird mit dem Beelzebub Atomtod ausgetrieben. Das Magazin schlägt als Lösung die regenerativen Energien wie Sonne, Wind und Wasser, Erdwärme und Biomasse vor.

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