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Studie: Klimaflüchtlinge - Die verleugnete Katastrophe

Die Völkergemeinschaft steuert schleichend, aber zielgenau auf eine humanitäre Katastrophe bisher unbekannten Ausmaßes zu. Durch die menschengemachte Klimaerwärmung verschlechtern sich für viele Millionen Menschen die oft bereits jetzt bedrohten natürlichen Lebensgrundlagen. Vielen bleibt infolgedessen nichts anderes als die nackte Flucht.

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Die wachsende Zahl von Menschen, die aufgrund veränderter Umweltbedingungen ihre Heimat verlassen müssen, wird von Politik und Öffentlichkeit bisher meist ignoriert. Obwohl diese Gruppe mit bereits heute über 20 Millionen Menschen alle anderen Flüchtlingsgruppen übersteigt, sind Klima- oder Umweltflüchtlinge in den nationalen und internationalen Migrationsrechten noch unbekannt.

Auch im deutschen Asylrecht finden Klimaflüchtlinge keine Anerkennung. Und für das weltweit zuständige UN-Flüchtlingskommissariat ist das Thema Klimaflüchtlinge bislang ein Fremdwort: Kein einziger Hinweis findet sich zu diesem Thema auf ihrer Internetseite, und auch bei Anfragen verweist die Behörde lediglich auf andere Organisationen.

Weil sich das umgehend ändern muss, hat sich Greenpeace entschlossen, dieses über reine Umweltfragen hinausreichende Thema aufzugreifen und eine Studie in Auftrag zu geben. Das Ergebnis, die vollständige Studie, finden Sie unter dem unten stehenden Link.

Publikationen

Studie: Klimaflüchtlinge

Diese Studie soll einen Überblick über den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema Klimaflüchtlinge geben. Es wird erörtert, worin sich Klimaflüchtlinge von anderen Flüchtlingsgruppen unterscheiden, mit welchen Menschenmengen tatsächlich gerechnet werden muss und wo sogenannte Hotspots von Klimaflüchtlingen - also durch Klimaerwärmung besonders bedrohte Weltregionen - liegen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Hambacher Forst in der Krise

Der Hambacher Wald ist gefährdet - nicht nur durch die Bagger von RWE, sondern auch durch Hitze und Trockenheit. In der Studie untersuchen Wissenschaftler der Universität Eberswalde und vom Potsdam Institut für Klimaforschung, wie Klimawandel, das Mikroklima und die Lage am Rand riesiger Braunkohletagebaue sich gegenseitig negativ verstärkten.

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