Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Kunst gegen Umweltzerstörung und Klimawandel

Im indischen Bangalore enthüllten Greenpeacer eine 3 mal 9 Meter große Wandmalerei, die die Einflüsse der Erderwärmung und Klimaveränderung auf die Umwelt darstellt. Außerdem sind auf der Wand unter dem Slogan Jeder spricht über das Klima - wir zerstören es die Portraits von fünf Geschäftsführern bekannter Kühlschrankhersteller abgebildet.

Hintergrund der Aktion: Die Firmen Electrolux, Samsung, LG, Whirlpool und BPL verwenden bei der Herstellung von Kühlschränken für den indischen Markt immer noch die gefährlichen Chemikalien Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) und Fluor-Kohlenwasserstoffe (FKW). Es ist traurig, dass diese Unternehmen bei der Kühlschrankproduktion in Europa und anderen Ländern die umweltschonende Kohlenwasserstoff-Technologie verwenden, sich aber weigern, dies auch in Indien zu tun. Das zeigt deutlich ihre doppelten Standards und ihre völlige Missachtung der Natur, erklärt Srinivas Krishnaswamy, Experte für Klima und saubere Engergien von Greenpeace Indien.

Die Greenfreeze-Kampagne soll die Kühlindustrie von dem Einsatz der so genannten Greenfreeze-Technik überzeugen. Statt mit künstlichen und schädlichen FCKW oder FKW kühlt der Greenfreeze mit natürlichen Gasen: Als Kältemittel dienen Propan und Butan, für die Isolierschäumung wird Pentan eingesetzt. Greenpeace hat nachgewiesen, dass die Greenfreeze-Technologie nicht nur umweltschonender, sondern den FCKW und FKW technisch überlegen ist.

Im Rahmen der Kampagne wird die Wandmalerei in den kommenden Wochen in verschiedenen Städten des Landes ausgestellt, um auf die Probleme der Klimaveränderung und Erderwärmung aufmerksam zu machen. (Autorin: Nadine Behrens)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Klimawandel, Migration und Vertreibung

Klimawandel und Umweltzerstörung sind schon heute oft ein Auslöser für Flucht und Abwanderung. Das Problem klein reden hilft nicht. Es ist Zeit, zu handeln!

Mehr zum Thema

Es geht um alles

Anders als bislang angenommen hat eine Erderhitzung von zwei Grad bereits katastrophale Auswirkungen. Der Weltklimarat fordert, den Temperaturanstieg bei 1,5 Grad zu stoppen.

In Stein gemeißelt

Greenpeace-Aktivisten platzierten heute bei historischem Niedrigwasser einen sogenannten Hungerstein in der Elbe bei Magdeburg: eine bleibende Mahnung zum Klimaschutz.

Wir waren schon mal weiter

Genießen Sie die Hitze? Machen Sie sich auf mehr gefasst: Der Klimawandel ist längst da, mahnen Greenpeace-Aktivisten auf der Zugspitze. Sie fordern: Kohleausstieg jetzt starten!