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In Grönland gibt es immer mehr Gletscher-Schmelzwasser

Die Wissenschaftler, die Greenpeace auf einer Forschungstour an der Küste Grönlands begleiten, haben am Freitag weitere Belege für ein rascheres Abschmelzen der Grönland-Gletscher präsentiert. Mit diesen Untersuchungen zum Schmelzwasseraufkommen beendet die Crew des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise seine Grönland-Klimatour. Zwei Monate dauerte die Expedition, die Aufschluss über die Folgen des weltweiten Klimawandels auf die Eisbedeckung Grönlands bringen sollte.

Wir haben ein Anwachsen der Schmelzwasser-Rate in den vergangenen Jahren gefunden, sagt Dr. Jason Box von der Ohio State-Universität. Das steht im Einklang mit der an der Küste gemessenen allgemeinen Erwärmung. Mehr Wasser als erwartet bewegt sich durch Grönlands Eispanzer. Es scheint einen Zusammenhang zwischen den immer größeren Schmelzwassermengen und der anwachsenden Rutschgeschwindigkeit der Gletscher zu geben.

Das bedeutet, dass Grönlands Gletscher schmelzen und ihre Eismassen immer schneller immer mehr Wasser ins Meer bringen. Das lässt den Meeresspiegel weltweit ansteigen. Die Wissenschaft sagt uns, dass wir in Zukunft immer größere Schmelzwassermengen in Grönland erwarten können, solange sich das Erdklima erwärmt, sagt Melanie Duchin, Klimaexpertin von Greenpeace an Bord der Arctic Sunrise. Das Schmelzwasser ist eine Folge gestiegener Temperaturen und zeigt uns, dass dringend Gegenmaßnahmen notwendig sind.

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