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El Niño trifft Peru

Schwere Regenfälle haben im Süden Perus in den vergangenen Tagen zu chaotischen Verhältnissen geführt. Betroffen sind vor allem die Provinzen Cusco, Madre de Dios und Puno im Südosten. Allein in Puno verloren rund 13.000 Familien ihr Obdach, knapp 20 Menschen starben in den Fluten. Die Unwetter schreiben Meteorologen dem Klimaphänomen El Niño zu. Vor ziemlich genau einem Jahr war bei den stärksten Regenfällen in dreißig Jahren die Hauptstadt Lima in Mitleidenschaft gezogen worden.

El Niño heißt das in zwei- bis siebenjährigen Abständen auftretende Phänomen der starken Erwärmung des Oberflächenwassers vor der südamerikanischen Pazifikküste. Es führt auf der Ostseite des Pazifik zu ausgiebigen Regenfällen und Überflutungen, auf der Westseite zum Teil zu extremer Trockenheit. Obwohl noch nicht alle Einzelheiten verstanden sind, wird der vorherige Niño 1997/1998 für weltweite Unwetterschäden in Milliardenhöhe verantwortlich gemacht. Bereits damals waren in Peru 200 Menschen ums Leben gekommen und Sachschäden in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar entstanden.

Die Regierung des Andenstaats hat bereits ein Hilfsprogramm angeschoben: 35 Millionen Euro an Hilfsgeldern fließen in die betroffenen Regionen zum Wiederaufbau von Unterkünften, Schulen und Krankenhäusern. Auch aus dem Ausland kamen erste humanitäre Hilfsgüter. Der peruanische Zoll hält allerdings einen Großteil dieser Güter noch fest - zur routinemäßigen Überprüfung.

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