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In Asien schmilzt die Zukunft der Kinder

Greenpeace hat vor dem Tempel der Erde in Peking 100 Eisskulpturen von Kindern aufgestellt. Sie stehen für die Zukunft von mehr als einer Milliarde Menschen, deren Zukunft im Klimawandel dahinschmilzt. Asiens Bevölkerung droht das Wasser knapp zu werden.

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Die Eisskulpturen sind aus Gletscherwasser geformt - aus dem Schmelzwasser der Gletscher, die den Jangtse, den Gelben Fluss und den Ganges speisen. Diese Gletscher schrumpfen immer schneller. Trotzdem blockieren die Regierungen der Welt wichtige Fortschritte in den Klimaverhandlungen. Bis zum großen UN-Klimagipfel in Kopenhagen sind es nur noch 100 Tage.

Im Tempel der Erde pflegten Chinas Kaiser für das Wohl der Erde und gute Ernten zu beten. Heute droht eine der größten Gefahren, seit es Menschen auf der Erde gibt. Die Himalaja-Gletscher versorgen ein Fünftel der Weltbevölkerung mit Trinkwasser, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Yang Ailun. Wenn die Regierungen den fortschreitenden Klimawandel nicht gemeinsam stoppen, werden unsere Kinder einem permanenten Kampf um Wasser ausgesetzt sein.

Auch in Indien wächst die Sorge. In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi stellten Greenpeace-Aktivisten eine Eisskulptur in Form einer Weltkarte und der Zahl 100 auf: Noch 100 Tage bis Kopenhagen.

China und Indien verfolgen nicht umsonst das Ziel einer emissionsarmen Entwicklung, die Wirtschaft und Umweltschutz ins Gleichgewicht bringt. Es ist echte Sorge vor den Folgen der Klimaerwärmung, zum Beispiel Wasserknappheit, die unsere Länder antreibt, sagt Vinuta Gopal, Klima- und Energieexpertin von Greenpeace Indien. Diese Balance ist gefährdet, wenn die Industrieländer den Entwicklungsländern nicht helfen, dem Klimawandel standzuhalten.

Die Gletscher des Himalaja speisen den Oberlauf der sieben großen asiatischen Flüsse: Jangtse und Gelber Fluss, Ganges, Brahmaputra, Mekong, Salween und Indus. Jahr für Jahr liefern die Gletscher und Seen des Qinghai-Tibet-Plateaus im Himalaja 8,6 Millonen Kubikmeter Süßwasser. Ihr Wasser ist lebenswichtig für die Versorgung von 1,3 Milliarden Menschen. Davon leben allein 900 Millionen in China und Indien.

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