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Neuer Skandal um Vattenfall-AKW Forsmark

Die Skandalmeldungen um das schwedische Atomkraftwerk Forsmark nehmen kein Ende. Wie jetzt bekannt wurde, ist aus dem AKW jahrelang drei- bis viermal so viel Radioaktivität ausgetreten wie vom Betreiber Vattenfall angegeben. Schlechte Aussichten für Deutschland: Hier hat Vattenfall einen Antrag auf Laufzeitverlängerung für den Uralt-Reaktor Brunsbüttel angekündigt.

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Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace, nennt es beängstigend und inakzeptabel, wie bei Vattenfall Sicherheitsvorschriften ignoriert oder bewusst mit Füßen getreten werden. Bei Vattenfall herrscht eine mangelnde Sicherheitskultur. Der deutsche Pannenreaktor Brunsbüttel muss so bald wie möglich vom Netz. Eine längere Laufzeit darf es für diesen gefährlichen Atomreaktor nicht geben. Im Gegenteil, er muss sofort abgeschaltet werden.

Durch einen internen Bericht, der schwedischen Medien zugespielt wurde, war deutlich geworden, in welchem Ausmaß die Sicherheit im AKW Forsmark vernachlässigt und dem Profit geopfert wurde. Der Chef des Kraftwerks musste zurücktreten. Auch die schwedische Atomaufsichtsbehörde geriet unter scharfe Kritik. Am Samstag gab das Wirtschaftsministerium bekannt, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) das Kraftwerk jetzt überprüfen solle.

Vattenfall hat sich auch in Brunsbüttel nicht durch Verantwortungsbewusstsein ausgezeichnet. Ein schwerer Zwischenfall im Dezember 2001 wurde erst mit zwei Monaten Verspätung bekannt gegeben. Greenpeace forderte unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz Akteneinsicht und bekam vor Gericht Recht. Die Akten hat Vattenfall bis heute nicht herausgerückt.

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Wer heute von Laufzeitverlängerungen für deutsche Atomkraftwerke redet, meint vor allem vier Atommeiler: Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim. Die Greenpeace-Studie beleuchtet die Sicherheitsaspekte dieser vier Kraftwerke.

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