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Neckarwestheim: Tickende Zeitbombe als Klimaschutz

Der Energiekonzern EnBW hat eine Laufzeitverlängerung für das AKW Neckarwestheim I beantragt. Laut Atomkonsens müsste der Reaktor Ende 2008 vom Netz gehen. Als Begründung gibt das Unternehmen an, angesichts der drohenden Klimakatastrophe dürfe es keine Tabus mehr geben. EnBW erzeugt nach eigenen Angaben 52 Prozent seines Stroms mit Atomkraft und rund 32 Prozent mit Kohlekraftwerken.

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Wer Atomkraftwerke länger betreiben will, blockiert die dringend notwendige Energiewende hin zu einer sauberen Stromproduktion in Deutschland, kritisiert Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. EnBW und die anderen großen Energieversorgungsunternehmen versuchen, den Innovationsmotor Atomausstieg abzuwürgen, um ihre marktbeherrschende Stellung zu bewahren.

Wenn es nach EnBW geht, soll Neckarwestheim I möglichst bis 2017 am Netz bleiben. Um dies zu ermöglichen, will EnBW Strommengen von Neckarwestheim II auf Block I übertragen lassen. Dafür solle Neckarwestheim II dann nicht 2021, sondern ebenfalls 2017 stillgelegt werden.

Doch gerade Block I des AKW Neckarwestheim gehört zu den durch terroristische Angriffe besonders verwundbaren Atomkraftwerken. Die Kuppel ist lediglich gegen den Absturz eines Starfighters ausgelegt. Neuere AKW müssen immerhin den Absturz eines erheblich schwereren Phantom-Jagdbombers aushalten können. Auch das ist nicht ausreichend, doch bei Neckarwestheim I könnte schon der Absturz eines kleinen Airbus A320 zu katastrophalen Folgen führen.

Dazu Breuer: Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben. Das Gebot der Stunde ist es, die alten Reaktoren sofort vom Netz zu nehmen, um das Risiko für Mensch und Umwelt zu reduzieren.

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