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EPR belastet Bilanz des Konzerns Areva

Der Atomkonzern Areva muss erneut Rückstellungen für sein Prestigeobjekt EPR bilden. Medienberichten zufolge geht es inzwischen um über eine Milliarde Euro. Grund: Die Baukosten für den Prototypen des Europäischen Druckwasserreaktors im finnischen Olkiluoto explodieren.

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Die Bauarbeiten in Olkiluoto geraten zum Fiasko. Seit Beginn 2005 sind rund 1.500 Probleme dokumentiert worden. Die Inbetriebnahme, geplant für 2009, soll nun 2011 erfolgen.

Das gleiche Bild zeigt sich schon jetzt beim zweiten EPR. Er wird seit 2007 im französischen Flamanville gebaut. Nach neun Monaten Bauzeit hinken die Arbeiten bereits neun Monate hinter dem Zeitplan her. Es ist abzusehen, dass die Kosten auch hier inflationär steigen werden.

Der EPR ist als AKW der dritten Generation von Areva und Siemens gemeinsam entwickelt worden. Er wird von der Atomlobby als die Zukunft der Kernkraft gepriesen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy preist ihn in aller Welt an, um den Export anzukurbeln.

Vom Kauf ist abzuraten. Die Schwierigkeiten in Olkiluoto und Flamanville folgen einem Muster, das bei AKW-Neubauten längst bekannt ist. Pläne sind das eine, die Realität sieht anders aus.

Es ist erstaunlich, wie verkrampft an der Atomenergie festgehalten wird. Alle Fakten sprechen gegen Atomkraft. Da baut die Atomindustrie in Europa jahrelang an zwei neuen AKW mit nur 3.000 Megawatt Leistung. Dabei sind 2007 allein in der EU 8.550 Megawatt Leistung an Windenergie zugebaut worden. Diese Windkraftwerke liefern seit dem 1. Januar zuverlässig Strom und schützen das Klima, sagt Thomas Breuer, Leiter des Klima- und Energiebereichs bei Greenpeace.

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