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Chemikalien im Regenwasser nachgewiesen

Eine am Montag veröffentlichte Studie hat ergeben, dass Regenwasser in den Niederlanden mit einer Reihe gefährlicher Chemikalien belastet ist. Die Untersuchung wurde von Greenpeace in Auftrag gegeben und von der Netherlands Organisation for Applied Scientific Research (NOAS) durchgeführt. Geprüft wurde auf so genannte Xeno-Östrogene: Chemikalien, die bekannt sind oder verdächtigt werden, in den Hormonhaushalt einzugreifen und Fruchtbarkeit sowie Entwicklung zu beeinträchtigen.

Von Februar bis März 2003 hatten Greenpeace-Aktivisten an verschiedenen Orten der Niederlande 47 Niederschlagsproben gesammelt. Eine weitere Probe nahmen sie in Antwerpen, Belgien, und zwei in Deutschland (Hamburg und München). Ausgewählt wurden sowohl Wohngegenden und Schulen als auch Standorte mit Chemiefabriken. In den Proben fanden sich zahlreiche der gefährlichen Chemikalien, die sich im Körper anreichern und wie Sexualhormone wirken. Die Hamburger Probe, genommen auf dem Dach des Greenpeace-Büros am Hafen, enthielt beispielsweise die höchste gefundene Menge an Biphenol-A (BPA), das zur Herstellung von Kunststoffen, Epoxidharzen und Flammschutzmitteln dient.

Die Tatsache, dass sogar das Regenwasser mit Menschen-gemachten Chemikalien belastet ist, zeigt das Versagen der derzeitigen Gesetzgebung, kommentierte Greenpeace-Sprecher Bart Opzeeland das Ergebnis der Studie. Regen und die darin enthaltenen gefährlichen Chemikalien kümmern sich nicht um nationale Grenzen. Europa braucht strenge Gesetze, die die schlimmsten Chemikalien durch sicherere Alternativen ersetzen.

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