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Der dümmste Versuch, das Klima zu retten

In Paris ist am Mittwoch die zweitägige Konferenz Atomkraft im 21. Jahrhundert der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu Ende gegangen. Am Montag hatte IAEO-Chef Mohamed ElBaradei bei Umweltschützern für Kopfschütteln gesorgt, als er Atomstrom wegen der klimafreundlichen Produktionsweise anpries und einen Atomstrom-Boom voraussagte.

Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace, kommentiert die Abschlusserklärung der Konferenz:

Dass Atomkraft der dümmste Versuch ist, das Klima zu retten, sollten Herr ElBaradei und seine Kollegen von der IAEO eigentlich wissen. Wem das Klima am Herzen liegt, der sollte seine Milliarden lieber in Effizienzmaßnahmen als in Atomkraftwerke stecken. Dabei wird viel mehr Kohlendioxid gespart, und das auch noch in hundert Jahren.

Die IAEO hat 2004 selber festgestellt, dass wirtschaftlich zugängliches Uran nur noch für rund 50 Jahre vorhanden ist. Nachzulesen in dem Bericht Uranium 2003: Resources, Production and Demand. Auch ohne die von Herrn ElBaradei prophezeiten 127 zusätzlichen Atomkraftwerke bis 2020 ist Atomstrom eine Energieform, die schon deshalb nicht zum Klimaschutz taugt, weil sie endlich ist.

Davon ganz abgesehen ist bis heute das Problem des Atommülls nicht gelöst, und niemand weiß, wo der strahlende Müll sicher gelagert werden kann. Aber selbst, wenn die IAEO solche Umweltbelange kalt lassen, zeigt die aktuelle Diskussion um Urananreicherung im Iran, dass jede weitere Atomanlage die Gefahr der Proliferation erhöht.

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